BREMEN - Maik Franz schlägt zurück: Der Verteidiger des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt wehrt sich gegen sein Rüpel-Image und hat sich zudem Werder Bremens Kapitän Torsten Frings zur Brust genommen. Ich bin kein Kind von Traurigkeit. Ich lange auch mal hin. Aber was Torsten Frings gesagt hat, ist schlichtweg gelogen und dummes Geschwätz, sagte Franz im Hessischen Rundfunk.
Franz hatte Gegenspieler Denni Avdic beim 1:1 der Eintracht gegen Werder Bremen am vergangenen Freitag bei einem Zweikampf mit der Hand das Jochbein geprellt. Anschließend hatten Bremens Trainer Thomas Schaaf und Frings dem Eintracht-Raubein Absicht unterstellt. Maik Franz spielt immer an der Grenze. Wenn der Schiri es zulässt, haut er auch mal einen ins Krankenhaus, sagte Frings. Schaaf meinte: Franz tritt die Fairness mit großen Schuhen.
Avdic selbst trägt als Andenken an den Zweikampf mit Franz derzeit ein Veilchen unter dem rechten Auge. Es geht mir schon viel besser. Ich habe zwar noch leichte Kopfschmerzen, aber in ein, zwei Tagen werden die auch weg sein, sagte der Schwede, der am Dienstag immerhin das Training wegen der Beschwerden abbrechen musste. Franz wollte er allerdings keine weiteren Vorwürfe machen.
Anders äußerte sich der Sturmpartner von Avdic, Sandro Wagner, über Franz. Er macht immer viel mit dem Mundwerk, er ist ein Schauspieler. Aber so etwas wollen die Fans in der Bundesliga auch sehen, sagte Wagner. Der 29-jährige Franz findet es indes unverschämt, dass man ihn erneut zum Bundesliga-Buhmann auserkoren hat.
Unterdessen haben die Bremer am Dienstag ohne Claudio Pizarro die Vorbereitung auf das nächste Bundesliga-Heimspiel am Sonnabend um 18.30 Uhr gegen Schalke 04 begonnen. Der Torjäger legte wegen Magenproblemen eine Trainingspause ein. Trainer Schaaf hofft, dass neben Pizarro auch der erkältete Philipp Bargfrede bis zum Spiel gegen Schalke wieder fit wird.
Unterdessen haben die Bremer bekannt gegeben, dass sie sich auch in diesem Jahr auf die kommende Saison mit einem Trainingslager auf Norderney vorbereiten. Das Team trainiert vom 3. bis zum 8. Juli auf der ostfriesischen Insel und ist dort bereits zum zehnten Mal zu Gast. Ein zweites Trainingslager absolviert Werder vom 17. bis zum 23. Juli in Donaueschingen.
