BREMEN - BREMEN - Vor einem Jahr marschierte Werder Bremen in der Bundesliga einsam vorneweg, jetzt kämpft der deutsche Fußball-Meister um seine letzte Chance. Vor dem Verfolger-Duell gegen den VfB Stuttgart (Sonnabend, 15.30 Uhr) greift der Titelverteidiger das Spitzenduo Bayern München und Schalke 04 zumindest verbal noch einmal an. „Ich habe in keinster Weise irgendetwas abgeschrieben“, verspricht sich Werder-Coach Thomas Schaaf bei einem Sieg des Tabellen-Vierten gegen den -Dritten noch einmal Rückenwind.
Matthias Sammer pflichtet bei: „Fünf Punkte Differenz wurden auch schon mal in den letzten zwei Spieltagen aufgeholt.“ Der VfB-Trainer fordert vor dem Spitzenduell des 27. Bundesliga-Spieltags von seiner Elf Courage: „Der Bessere und nicht der Ängstlichere wird gewinnen.“
Werder scheint rechtzeitig vor dem Endspurt Tritt zu fassen. Nach zwei sieglosen Partien gegen die Bayern und Mainz folgte vor der Länderspielpause der 2:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Beim Hinspiel in Stuttgart gelang dem Meister nach einem 0:1-Rückstand noch ein 2:1-Erfolg.
Im Weserstadion muss Schaaf heute vermutlich auf Petri Pasanen verzichten. Der Finne leidet unter einer fiebrigen Erkältung, und Ümit Davala kann wegen eines Hörsturzes nicht spielen. Ob Nelson Valdez spielen wird, entscheidet Schaaf kurzfristig. Der Stürmer war erst Freitag von seiner Länderspielreise aus Paraguay zurückgekehrt.
