BREMEN - Fußball-Tennis zum Aufwärmen vor der Trainingseinheit. Nicolas Kiefer und Co-Trainer Ulf Fischer auf der einen Seite, Philipp Kohlschreiber und sein Privatcoach Michael Geserer auf der anderen. Beste Stimmung am Dienstagmittag im Bremer AWD-Dome. Der schnelle Astroturf-Boden passt, alle Spieler sind fit.

Kapitän Patrik Kühnen strahlt drei Tage vor dem ersten Einzel im Daviscup-Viertelfinale gegen Spanien an diesem Freitag (14 Uhr/DSF) demonstrativ gute Laune aus: „Alles läuft nach Plan, alles ist so, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Seit Sonntag ist die Mannschaft in Bremen versammelt, während Spaniens Superstar Rafael Nadal nach seiner Finalteilnahme in Miami erst am Dienstagnachmittag in Bremen erwartet wurde. Pflege stand auf dem Plan für das Team, das ohne Thomas Haas nach einer Hierarchie sucht.

Denn während in der ersten Runde gegen Südkorea die Rolle als Leitfigur mit Aufsteiger Kohlschreiber klar besetzt war, gibt nun nach mehr als zwei Jahren der erfahrene Kiefer sein Comeback für Deutschland.

Kohlschreiber ist dagegen erst seit Anfang 2007 dabei. Dennoch hat der 24-Jährige bereits für Irritationen gesorgt: Er ist mit eigenem Coach angereist, beteiligt sich nicht an abendlichen Kartenspielen, geht seiner Wege.

„Wir verstehen uns alle gut, müssen aber nicht alle miteinander befreundet sein“, sagt der Augsburger, der als 25. der Weltrangliste die sportliche Führungsrolle beanspruchen darf: „Wichtig ist, dass wir als Mannschaft funktionieren, dass alle das gleiche Interesse haben, für Deutschland gut zu spielen.“

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