BREMEN/ENSCHEDE - Im sechsten Anlauf wollen die Bremer erstmals ein Europapokal-Spiel in den Niederlanden gewinnen. Nach vier Niederlagen und einem Unentschieden hat der Fußball-Bundesligist an diesem Donnerstag (19 Uhr/Sat1) im Hinspiel der Europa League bei Twente Enschede die Chance, die Statistik aufzubessern und den Weg ins Achtelfinale zu bereiten.

Enschede sieht sich selbst als Außenseiter, doch Werder-Trainer Thomas Schaaf warnte vor der Busfahrt ins Nachbarland: „Auch wenn Enschede nicht den ganz großen Namen hat, müssen wir sehr gut drauf sein, um gegen das Team zu bestehen.“ Nicht nur wegen der schlechten Bilanz bei niederländischen Clubs ist Werder gewarnt. „Twente zu unterschätzen wäre ein Fehler“, sagte Bremens Mittelfeldspieler Peter Niemeyer, der mehrere Jahre für Enschede gespielt hat.

Die von Englands Ex-Nationaltrainer Steve McClaren betreute Mannschaft ist derzeit die Nummer zwei in der Ehrendivision. Zuletzt hat Twente zweimal nacheinander die Qualifikation für die Champions League geschafft.

Die Bremer wollen kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze im Stadion „De Grolsch Veste“ ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Nach der zwischenzeitlichen Krise mit sieben sieglosen Bundesliga-Partien feierte Werder jüngst drei Pflichtspiel-Siege. „Wir sind inzwischen wieder bereit, den Gegner zunächst niederzukämpfen“, sagt Kapitän Torsten Frings. Spielen kann auch Aaron Hunt. Der Nationalspieler hatte am Dienstag das Training wegen einer Knöchelverletzung abgebrochen.

Aufpassen müssen die Bremer auf Spielmacher Kenneth Perez und Stürmer Blaise N'Kufo. Der Schweizer Nationalspieler, der in der Bundesliga bei Mainz und Hannover spielte, hat sich zu einem echten Torjäger entwickelt. International hielt sich Twente mit dem Toreschießen jedoch zurück, überstand die Gruppenphase mit nur fünf Toren. Weniger erzielte kein anderes Team der K.o.-Runde. Die meisten Tore verbuchte übrigens Werder: 17!

Mit von der Partie in Enschede werden auch 1260 Werder-Anhänger sein. Sie dürfen nun auch in die Innenstadt, die ursprünglich aus Sicherheitsgründen für deutsche Fans gesperrt werden sollte.

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