BREMEN - Seit dreieinhalb Jahren hat Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga keinen Sieg gegen Schalke 04 eingefahren. An diesem Sonnabend (15.30 Uhr, Weserstadion) unternimmt die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf einen neuen Anlauf, diese Serie zu beenden.
Schaaf zeigte sich vor dem Spitzenspiel beeindruckt von der Stärke des Gegners: „Wir haben gesehen, wie die Schalker beim FC Barcelona aufgetreten sind. Sie haben das trotz des Ausscheidens sehr, sehr gut gemacht.“
Dass es ein schweres Spiel wird, weiß der Bremer Trainer allerdings nicht erst seit dem vergangenen Mittwoch, es reicht ein Blick auf die Statistik der vergangenen Jahre. Im August 2004 bezwang Werder zuletzt das Team aus Gelsenkirchen im Weserstadion mit 1:0. Es war das Auftaktspiel der Saison 2004/05, als ein Stromausfall im Weserstadion den Anpfiff um über eine Stunde verzögerte.
Schaaf muss am Sonnabend auf den Ex-Schalker Sebastian Boenisch und auf Daniel Jensen verzichten. Dafür sind die zuletzt angeschlagenen Aaron Hunt und Dusko Tosic wieder ins Training eingestiegen. Auch Tim Borowski hat am Donnerstag nach einigen Tagen Pause wieder am Mannschaftstraining teilgenommen.
Trotz erneuter Eskapaden in Brasilien soll Carlos Alberto im Sommer zu Werder zurückkehren. Das bestätigte Werder-Manager Klaus Allofs. „Ich hoffe, dass es jetzt wieder positive Schlagzeilen gibt wie zu Beginn seiner Zeit in Brasilien und dass er guten Mutes und mit Selbstvertrauen zurückkehrt“, sagte Allofs. Er wolle demnächst nach Brasilien reisen, um sich mit dem an den FC Sao Paulo ausgeliehenen Profi zu treffen.
Alberto war laut brasilianischen Medien in dieser Woche wegen einer Prügelei mit einem Teamkollegen vereinsintern für 15 Tage gesperrt worden. Angeblich droht ihm wegen seiner Undiszipliniertheiten sogar der Rauswurf.
Der brasilianische Nationalspieler war mit rund acht Millionen Euro der teuerste Transfer der Clubgeschichte. Im Januar lieh Werder den 23-Jährigen nach Problemen auf und außerhalb des Platzes aus.
