BREMEN - Es war schon Erleichterung zu spüren, als sich Werder Bremen am Freitagnachmittag auf den Weg zum Bundesligaspiel beim 1. FC Köln machte. Weder am Donnerstag noch beim Abschlusstraining am Freitag waren weitere verletzte Fußballer zu beklagen. Nicht auszudenken, wenn sich nach Naldo und Philipp Bargfrede noch andere Kicker abgemeldet hätten.
„Wir fahren mit der Besetzung, die auf dem Platz stand“, meinte Werder-Trainer Thomas Schaaf, und somit stand fest, dass auch die zuletzt angeschlagenen Sebastian Boenisch und Sokratis an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) einsatzbereit sind.
Die Bremer stehen vor einer Partie, in der es um eine ganze Menge geht. Der Plan des derzeitigen Tabellenachten, in den Heimspielen gegen Augsburg (1:1) und Mainz (0:3) sechs Punkte zu holen, scheiterte kolossal. Damit nun die Qualifikation zur Europa League nicht gänzlich aus den Augen gerät, muss beim Tabellen-16. in Köln gepunktet werden. „Wir können uns die ganze Rechnerei ersparen, wenn wir konzentriert in Köln antreten“, sagte Schaaf. Der Trainer kündigte an, keine Konsequenzen aus dem bevorstehenden Abschied von Tim Wiese zu ziehen. Der Torwart wird in Köln also spielen.
Für Mittelfeldspieler Mehmet Ekici ist die Saison dagegen vorzeitig beendet. Der türkische Nationalspieler fällt nach einer Leistenoperation für mehrere Wochen aus. Der Eingriff bei einem Spezialisten in Berlin ist nach Angaben von Werder erfolgreich verlaufen. Ekici werde noch Ende der Woche die Klinik verlassen und sich in die ambulante Therapie begeben.
Beim Gegner 1. FC Köln will Stürmer Milivoje Novakovic nicht als „Sündenbock“ für die Krise beim Bundesligisten herhalten. Der Slowene ist enttäuscht darüber, dass ihn Trainer Stale Solbakken vor dem Spiel gegen Werder aus dem Kader gestrichen hat. „Ich bin das sechste Jahr hier und damit dienstältester Profi beim FC. Ich gebe immer alles für diesen Club. Ich glaube das, was gerade passiert, habe ich so nicht verdient“, sagte der 32-Jährige dem Kölner „Express“.
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