BREMEN - Zum Abschied den Pokalsieg: Davon träumt nicht nur der brasilianische Fußballstar von Werder Bremen, Diego, sondern auch sein Partner im Mittelfeld, Frank Baumann. Während es Diego nach seinem letzten Werder-Spiel zu Juventus Turin zieht, wird Baumann seine Karriere mit dem Pokalfinale beenden.

„Ich bin glücklich darüber, dass ich die Chance bekomme, etwas zurückzugeben für die ganze Zuneigung, die mir in Bremen entgegengebracht wurde“, sagte Diego im Vorfeld des Pokalfinales an diesem Sonnabend (20 Uhr/ARD) gegen Bayer Leverkusen. Und dafür will er alles tun, verspricht der Techniker. Mit seinem ersten großen Erfolg würde er nicht nur sich eine Freude bereiten, sondern auch den Bremer Verantwortlichen, da Werder dann in der kommenden Saison in der Europa League spielen würde und so international aktiv wäre. Aber darauf hofft auch Gegner Leverkusen.

Während Diegos Abschied in der vergangenen Woche die Schlagzeilen beherrschte, ging das Ende von Baumanns Laufbahn fast ein wenig unter. Der Supertechniker stand mit seinen spektakulären Aktionen und Toren immer im Blickpunkt, Baumann hingegen hielt ihm in den meisten Spielen als „Sechser“ den Rücken frei. Diego der famose Zauberer, Baumann der solide Arbeiter: Die beiden Werder-Mittelfeldspieler verkörpern die unterschiedlichen Ausprägungen des Fußballs.

So sehr Trainer Thomas Schaaf von „den besonderen Fähigkeiten“ des brasilianischen Spielmachers schwärmte, so sehr schätzt er die unaufgeregte und effektive Spielweise von Baumann: „Dass Frank jetzt schon aufhört, ist schade. Er ist ein großartiger Fußballer und ein Vorbild für alle Kollegen.“ Nach dem Pokalfinale und einem halben Jahr Pause soll Baumann Assistent von Clubchef Klaus Allofs werden. Zuvor aber will der Kapitän mit Werder, bei dem Per Mertesacker weiter ausfällt, in Berlin den DFB-Pokal noch einmal hoch halten. Derweil bleibt weiter offen, ob Marko Marin in der kommenden Saison bei Werder Bremen spielen wird. Ein erstes Gespräch mit Borussia Mönchengladbach ist ergebnislos verlaufen, verlautete aus Gladbach. Dort will man versuchen, Marin doch noch zum Bleiben zu überreden. Der neue Trainer, der noch gesucht wird, könnte da eine Hilfe sein.

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