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Fußball Hunt Werders letzte Hoffnung

Stefan Freye

BREMEN - Das ist schon eine komische Saison. Da spielt Fußball-Bundesligist Werder Bremen die schlechteste Rückrunde in der Vereinsgeschichte, und dennoch besteht zwei Spieltage vor dem Saisonende immer noch die Möglichkeit, Platz sieben in der Liga und damit einen Startplatz in der Europa League zu erlangen. Drei Punkte fehlen dem aktuellen Tabellenachten auf Hannover 96. Das ist theoretisch aufzuholen in den ausstehenden Partien beim VfL Wolfsburg und gegen Schalke 04 – auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist.

„Es ist außergewöhnlich, dass wir so wenig gepunktet haben und noch eine Chance auf die internationalen Plätze haben“, sagt Klaus Allofs. Der Geschäftsführer findet, dass auch 96 noch „zwei schwierige Spiele“ habe. In Leverkusen und zu Hause gegen den Absteiger 1. FC Kaiserslautern wird der Konkurrent noch antreten.

Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass der vorletzte Spieltag an diesem Sonnabend ein entscheidender sein kann: Gewinnt 96 in Leverkusen, dürfte die Entscheidung gefallen sein. Eine Niederlage könnte Werder dagegen weiterhelfen. Das Torverhältnis der Bremer (-6) ist nämlich erstaunlich nahe dran an jenem der Niedersachsen (-4).

Voraussetzung all der Planspiele ist natürlich ein eigener Erfolg der Bremer an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) in Wolfsburg. Der Magath-Club galt bis vor zwei Wochen noch als heißer Anwärter aufs internationale Geschäft. Nun ist der VfL – ebenso wie Hoffenheim – einen Zähler hinter Werder platziert. Die Chance der Wolfsburger ist damit noch geringer.

„Sie werden uns trotzdem alles abfordern“, sagt Werder-Trainer Thomas Schaaf. Er dürfte Recht behalten. Der Gegner fiel zuletzt zwar etwas ab, doch erholt hat sich der VfL dennoch. „Man muss sehen, wer diesmal aufgeboten wird, aber viel wichtiger ist sowieso, wie wir unsere Aufgaben erfüllen“, so Schaaf.

Dabei haben sich die Voraussetzungen vor dieser Aufgabe deutlich verbessert. In Sokratis und Clemens Fritz (Gelb) sowie Sebastian Boenisch (Rot) kehren gleich drei zuvor gesperrte Spieler in den Kader zurück. Zudem kann Werder auch wieder auf Aaron Hunt bauen. Der Mittelfeldspieler hatte bei der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Bayern ein vielversprechendes Comeback gefeiert. „Man hat gesehen, was Aaron für uns ausmacht und was uns fünf Monate gefehlt hat“, unterstreicht Schaaf die neuen Möglichkeiten in der Spielgestaltung.

Lediglich Philipp Bargfrede und Aleksandar Ignjovki bleiben die Sorgenkinder. Sie werden diesmal verletzungsbedingt fehlen – wenn ihre Mannschaft versucht, am Ende einer komischen Saison das Unmögliche doch noch möglich zu machen.

 @ Mehr Infos unter

http://www.NWZonline.de/werder

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