BREMEN - Dass sie mit den Fußballprofis von Werder Bremen trainieren, ist für Florian Trinks und Felix Kroos nichts Ungewöhnliches. Dass diese beiden aber – gemeinsam mit Leon Balogun – zu den Kandidaten auf einen Startelfeinsatz im Heimspiel gegen Bayern München zählen, kommt doch eher unerwartet. Alle drei waren zuletzt an der Weser etwas in Vergessenheit geraten.
Bei Balogun (23) dauert dieser Zustand bereits ein Dreivierteljahr an. In der Sommervorbereitung schien er angesichts der Personalprobleme in der Innenverteidigung eine Option für den Bundesligastart. Doch dann verletzte er sich und war nach der Genesung wieder nur noch Spieler von Werder II.
Jetzt ist davon auszugehen, dass der Verein den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Balogun nicht verlängern möchte. Dennoch könnte er am Sonnabend gleichwohl zu seinem siebten Bundesligaeinsatz kommen – drei Jahre nach dem Debüt am 19. April 2009 für Hannover 96. In der 3. Liga ist Balogun bislang 46 Mal für Werder II aufgelaufen.
Felix Kroos (21) ebenfalls. Und man weiß, dass er damit kaum gerechnet hat, als er 2010 aus Rostock kam. Schließlich hatte er bereits 27 Zweitligaspiele für Hansa absolviert. Da sollte der Weg des Bruders von Nationalspieler Toni Kroos eigentlich direkt in die 1. Liga gehen. Doch bislang gelangen nur sechs Erstligaeinsätze. In der Regel muss Kroos für Werder II antreten – und offenbart dabei regelmäßig Motivationsprobleme.
Bei Florian Trinks (20) liegt der Fall ähnlich. Er galt als Aufsteiger der vergangenen Saison (8 Bundesligaeinsätze) und fiel dann auch in ein Loch. Wenn bei Werder II von Spielern mit einer schlechten Körpersprache die Rede ist, dann ist meistens auch der talentierte Trinks gemeint. Diese Saison trat das Eigengewächs 24 Mal in der 3. Liga an, nur vier Einsätze stehen in der Bundesliga-Bilanz.
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