BREMEN - Fußball-Bundesligist Werder Bremen will den ausgeliehenen Stürmer Claudio Pizarro trotz der Affäre um seine Beteiligung an einer Spielerberatungsagentur behalten. Bremens Manager Klaus Allofs dementierte am Mittwoch Gerüchte, Werder wolle den Angreifer aus Peru aus Imagegründen nicht weiterverpflichten.
„Die Meinung, die wir seitens der Geschäftsführung in den letzten Tagen und Wochen vertreten haben, hat weiterhin Bestand. Wir wollen Claudio natürlich für die nächste Saison, vielleicht sogar für zwei weitere Spielzeiten an Werder Bremen binden“, sagte Allofs: „Wir wären froh, wenn wir Claudio weiterverpflichten könnten, weil er nicht nur sportlich, sondern auch als Person innerhalb unserer Gruppe eine Bereicherung ist.“
Pizarro, der am Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainierte, ist vom englischen Spitzenclub FC Chelsea vorerst bis Ende Juni an Werder ausgeliehen. In der laufenden Bundesliga-Saison hat er bereits zwölf Tore erzielt. Hinzu kommen vier im DFB-Pokal und fünf im Europapokal.
Die Staatsanwaltschaft Lima hatte eine Voruntersuchung gegen Pizarro und seinen Berater und Geschäftspartner Carlos Delgado wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet. Pizarro ist angeblich an der von seinem Vater und Delgado gegründeten Agentur Image beteiligt. Der Fußball-Weltverband Fifa untersagt es aktiven Profis allerdings, als Spielervermittler aufzutreten.
Derweil hat sich Diego in der Diskussion um seinen angeblich bevorstehenden Abschied zum Saisonende ungewöhnlich deutlich zu Wort gemeldet. „Wenn wir am Ende alle Ziele verfehlen, trage ich wie jeder andere Spieler die Verantwortung dafür, dass es nicht geklappt hat. In einer solchen Situation könnte man nicht einfach weglaufen“, sagte der 24-Jährige.
Der Brasilianer hat bei Werder einen bis 2011 datierten Vertrag. Unter Umständen könnte sich Diego, der auf der Wunschliste zahlreicher internationaler Spitzenclubs steht, sogar eine Vertragsverlängerung vorstellen. „Diese Möglichkeit besteht auch. Wenn ein Angebot käme, müsste Werder entscheiden, ob sie mir ein neues Angebot machen“, sagte Diego.
