BREMEN - Einige hatten sich am Dienstag im Bremer Weserstadion schon gefragt, warum Werder-Torwart Tim Wiese die Abstöße gegen Augsburg von Innenverteidiger Naldo ausführen ließ. „Ich habe schon im Valencia-Spiel einen Schlag auf die Wade bekommen, dann immer mit Schmerzen gespielt“, erklärte am Freitag der 28-Jährige, dessen Wade dick bandagiert war. Für das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) fällt der Werder-Schlussmann aus.

„Zuletzt konnte ich nicht einmal mehr die Abstöße machen“, führte Wiese aus. Der Nationalkeeper wollte es noch einmal probieren, doch nach einer Behandlung nahm er am Abschlusstraining gar nicht erst teil. „Es ist an der Zeit, der Wade, der Muskulatur eine Pause zu geben. Bis Mittwoch oder Donnerstag sollte aber wieder alles in Ordnung sein“, meinte Wiese.

Da auch Christian Vander nach seinem Magen-Darm- Infekt noch nicht wieder einsatzbereit ist, dürfte Sebastian Mielitz (20), der schon bei den vergangenen Spielen auf der Reservebank gesessen hatte, im Tor stehen. „Wir haben vollstes Vertrauen zu Sebastian, er wird seine Sache auch diesmal ordentlich machen“, ist sich Torwart-Trainer Michael Kraft sicher.

Bereits im Ligaspiel beim 1.  FC Köln (0:0) und im Europa-League-Spiel gegen Nacional Funchal (4:1) hatte Mielitz im Werder-Tor gestanden. Auf der Bank wird Felix Wiedwald, ebenfalls aus Werders Regionalliga-Mannschaft, sitzen.

Hugo Almeida meldete sich hingegen einsatzbereit. Der Stürmer – leicht angeschlagen nach dem Pokal-Halbfinale – konnte am Freitag beschwerdefrei mit der Mannschaft trainieren.

Die Nürnberger können indes im Gegensatz zu Werder auf ihre Nummer eins im Tor zurückgreifen: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat das Ermittlungsverfahren gegen Raphael Schäfer eingestellt. Man könne ihm kein krass sportwidriges Verhalten nachweisen, begründete Anton Nachreiner, Vorsitzender des Kontrollausschusses. Schäfer soll den Platzsturm der Hertha-Fans beim 2:1-Sieg in Berlin am 13. März mit obszönen Gesten provoziert haben.