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Fußball Pizarro gibt Hoffnung auf Europacup auf

BREMEN - „Claudio Pizarro war für mich heute der beste Bayer neben Franck Ribéry“, tönte ein Fan des Fußball-Rekordmeisters aus München nach dem 2:1 (0:0)-Sieg im Bundesligaspiel in Bremen – und erntete dafür hämisches Gelächter im hinteren Teil der Straßenbahn vom Weserstadion zum Hauptbahnhof. Gut möglich, dass diese Aussage in der kommenden Saison auch ohne Häme wieder passen könnte. Doch die Werder-Verantwortlichen und Pizarro blieben konkrete Aussagen zur Zukunft des Stürmers schuldig und redeten weiter um den heißen Brei herum.

„Ich werde eine Entscheidung treffen und es dann sagen“, erklärte Pizarro auf Nachfrage zu den Spekulationen, dass seine Rückkehr nach München bereits beschlossene Sache sei. Bis zur Sommerpause will der Peruaner seine sportliche Zukunft aber geklärt haben: „Dann kann ich in Ruhe in den Urlaub fahren“.

Werder-Trainer Thomas Schaaf versuchte, das Thema herunterzuspielen. „Wir sind ganz klar in den Gesprächen mit ihm“, äußerte sich der Coach vielsagend: „Claudio ist erfahren genug, mit diesen Spekulationen umzugehen.“

„Natürlich“ könne sich Werder noch Hoffnungen machen, dass er bleibt, sagte Pizarro. Ob Bremen noch die Europa League erreicht, sei für ihn nicht entscheidend. „Das hängt nicht davon ab.“ Die Chancen auf eine Europapokal-Teilnahme sind bei drei Punkten Rückstand auf Hannover 96 ohnehin nur noch gering. „Jetzt ist alles vorbei“, hakte Pizarro die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb bereits ab.

Schaaf schien angesichts dieses Themas genervt. „Das ist mir wurscht. Immer diese Fragerei, ob wie an die Europa League denken. Wir denken von Spiel zu Spiel“, reagierte der Werder-Trainer unwirsch.

Die stark ersatzgeschwächten Bremer blieben gegen die freiwillig nicht in Bestbesetzung angetretenen Münchner zwar das siebte Spiel in Folge sieglos. Die junge Elf schlug sich aber lange Zeit tapfer. „Das war in Ordnung, was wir unter diesen Umständen gezeigt haben“, sagte Schaaf: „Aber ich bin traurig, dass wir nichts dafür bekommen.“

Werders Führung durch Naldo (51.) war zunächst durchaus verdient. Allerdings befeuerte der brasilianische Abwehrspieler mit seinem unglücklichen Eigentor (75.) die Bemühungen der bis dahin einfallslosen Münchener. Der geniale Ribéry zeigte bei seinem Siegtor dann (90.), dass Werders Jungspunde noch viel Lehrgeld zahlen werden.

„Wir haben letztes Jahr gegen den Abstieg gespielt und sind halt in einer Phase des Umbruchs“, sagte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs nach dem Spiel, das die geduldigen Fans beklatschten. Veränderungen gibt es auch im Umfeld des Teams: Der im Juni auslaufende Vertrag mit dem auch für die Nationalmannschaft tätigen Fitnesstrainer Yann-Benjamin Kugel wird nicht verlängert.

 @ Mehr Infos unter

http://www.NWZonline.de/werder

Jan-Karsten zur Brügge
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