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NWZonline.de Sport Fußball

Was wird aus dem Weserstadion?

28.11.2018

Bremen Die ersten der 283 stimmberechtigten Mitglieder drängten schon zur Garderobe, da ließ Frank Baumann den Werder-Anhang plötzlich aufhorchen. „Am Wochenende werden wir wieder das gallische Dorf sein, das die römischen Truppen aus Bayern mächtig ärgert“, versprach der Sportchef dem Publikum mit für ihn ungewohnt kämpferischer Attitüde.

Langsam will man in Bremen wieder an das europäische Fußballgeschäft heranrücken – trotz zuletzt drei Niederlagen und einem Remis. Da käme an diesem Samstag (15.30 Uhr) der erste Sieg seit mehr als einem Jahrzehnt gegen den taumelnden Rekordmeister aus München gerade recht.

Finanzielle Wende

Finanziell, davon konnten sich die Mitglieder bei der Jahresversammlung überzeugen, ist die Wende an der Weser bereits vollzogen. „Es sind kleine schwarze Zahlen, aber natürlich müssen wir uns weiter anstrengen“, kommentierte Aufsichtsratsboss Marco Bode die Saisonbilanz 2017/2018. Die Bremer erwirtschafteten einen Überschuss von 500 000 Euro.

Was jedoch auf Dauer nicht reichen wird, um sich auch wirtschaftlich in der oberen Hälfte der Bundesliga-Tabelle zu etablieren. Auch deshalb bleibt der Verkauf des Stadionnamens, in welcher Form auch immer, ein Thema am Osterdeich. Bislang ist Werder einer der wenigen Clubs, die diesen Weg noch nicht gegangen sind. Der Oldenburger Energiekonzern EWE hatte das Weserstadion lediglich mit dem Zusatz „powered by EWE“ versehen lassen. Mit der Vertragsverlängerung im Sommer dieses Jahres hat die EWE jedoch auf die Namensrechte verzichtet, zahlt dementsprechend auch weniger.

Der Umbau der Arena muss aber abbezahlt werden, „und wir sind nicht so auf Rosen gebettet, dass wir jedes Jahr ausgleichen können, dass der letzte entsprechende Vertrag ausgelaufen ist“, sagte Vorstandsboss Klaus Filbry. „Daher bevorzugen wir eine Partnerschaft, bei dem der Stadionname bleibt“, meinte Bode. „Aktuell laufen bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten, aber „hier sind wir noch nicht am Ziel.“

Rauchfreie Arena als Ziel

Die Macher planen gleichwohl weitere Veränderungen im Weserstadion. „Unser Ziel ist ein rauchfreies Stadion“, berichtete der einstimmig wiedergewählte Präsident Hubertus Hess-Grunewald. Der Verein werde das Schritt für Schritt angehen, auf der Westtribüne sei bereits der erste rauchfreie Block eingerichtet worden. Denjenigen Dauerkartenbesitzern, die damit nicht einverstanden gewesen waren, seien andere Plätze angeboten worden.

Ebenfalls auf der Agenda steht das Thema Gästebereich, der über dem Unterragend der Westtribüne liegt. Vor allem im Nordderby gegen den Hamburger SV hatte es hier massive Probleme gegeben, da immer wieder Feuerwerkskörper von oben nach unten geworfen wurden. „Es wird ergebnisoffen über eine Umgestaltung diskutiert“, sagte Hess-Grunewald.

Ein langfristiges Szenario ist indes eine komplette Stehplatztribüne in der Ostkurve, wo die härtesten Bremer Fans zuhause sind. „Die grün-weiße Wand ist eine Vision, für die ich große Sympathien habe“, sagte Hess-Grunewald. Das würde bedeuten, dass auch der Rang oberhalb des VIP-Bereichs nur Stehplätze habe. Werder erhoffe sich dadurch eine noch speziellere Atmosphäre, „deswegen beschäftigen wir uns mit der generellen Machbarkeit“. Innerhalb der nächsten drei Jahre werde dort jedoch nichts passieren. „Der Westen hat absolute Priorität“, betonte der Präsident.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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