BREMEN - Tore garantiert im Bremer Weserstadion. An diesem Sonntag (17 Uhr) empfängt Fußball-Bundesligist Werder Bremen Hannover 96 zum kleinen Nordderby. Dabei dürfen sich die Fans in der ausverkauften Arena auf viele Treffer freuen, denn seine letzten vier Heimspiele gegen Hannover gewann Werder mit 3:0, 5:0, 3:0 und 6:1. Beim 1:1 im Hinspiel boten beide Teams jedoch eine wenig berauschende Partie.

Auf Seiten der Bremer droht Mittelfeldspieler Daniel Jensen auszufallen. Der 30-jährige Däne zog sich am Mittwochabend im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (3:0) eine Achillessehnenverletzung zu und musste bereits nach 34 Minuten ausgewechselt werden. Ansonsten hat Werder so gut wie keine Verletzungsprobleme. Auch der angeschlagene Claudio Pizarro geht von einem Einsatz am Sonntag aus.

Hannovers Trainer Dieter Hecking fehlen dagegen der Ex-Bremer Frank Fahrenhorst und Michael Tarnat. Die Rückkehr der beiden Abwehrspieler in das Training war am Donnerstag nicht von Erfolg gekrönt. Tarnat erlitt einen Hexenschuss, Fahrenhorst plagt ein Muskelfaserriss.

Unterdessen warnte Thomas Schaaf sein Team davor, die abstiegsbedrohten Hannoveraner zu unterschätzen. „Wir müssen hellwach sein. 96 hat manchmal besser gespielt, als das die Ergebnisse aussagen“, so der Werder-Coach.

In zwölf Auswärtsspielen holte Hannover nur zwei Unentschieden und kassierte gleich zehn Niederlagen, darunter ein 0:4 in Leverkusen, ein 0:4 in Frankfurt und ein 1:5 in München. Beim 2:2 in Sinsheim gegen Hoffenheim erkämpfte sich das Team um einen starken Torhüter Robert Enke allerdings einen Achtungserfolg. Der Nationalkeeper sammelte durch seine gute Leistung am Mittwochabend in Wales (2:0) zudem weiteres Selbstvertrauen.

Derweil riefen 96-Profi Christian Schulz und Per Mertesacker die Fans zur Fairness auf. „Rivalität, Ehrgeiz, Respekt und gegenseitige Anerkennung sind Schlagworte, die sich nicht ausschließen“, sagte der Werder-Verteidiger. Die Bremer Polizei setzt erstmals sogenannte Konfliktmanager ein, die beispielsweise Gästefans vom Bahnhof bis zum Stadion begleiten und somit ein massives Polizeiaufgebot ersetzen.

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