BREMEN - Bremen/dpa/sr Als letzte Fußball-Profis haben Diego und Naldo bei Werder Bremen die Saison-Vorbereitung aufgenommen. Die beiden Brasilianer, die nach der Copa America Sonderurlaub hatten, nahmen am Sonntag beim „Tag der Fans“ erstmals am Training teil. 30 000 große und kleine Anhänger durften dabei ihren Idolen auf die Pelle rücken. Während Diego das komplette Programm absolvierte, drehte Verteidiger Naldo wegen einer Fußverletzung nur ein paar Runden um Platz elf. „Es ist eine leichte Blessur. Wir werden sehen, wie schnell er voll einsteigen kann“, sagte Thomas Schaaf.

Der Trainer muss ohne Pierre Womé in die Saison starten. Der Verteidiger wurde am Freitag an der Leiste operiert und fällt bis zu vier Wochen aus. Neben Womé fehlten beim öffentlichen Training Clemens Fritz (Bauchmuskelzerrung), Hugo Almeida (Sprunggelenksverletzung), Aaron Hunt (Knieprobleme), Patrick Owomoyela (Oberschenkelverletzung) und Torsten Frings (Kreuzbandschädigung). Die Profis Daniel Jensen, Leon Andreasen und Carlos Alberto standen nach ihren Verletzungen dagegen wieder auf dem Platz.

Derweil möchte Werder mehr Einfluss nehmen. Der Club strebt laut Sportdirektor Klaus Allofs die Mitgliedschaft in der so genannten G14-Gruppe an. „Werder Bremen gehört in die G14, keine Frage. Wir sind sportlich und finanziell erfolgreich“, sagte Allofs. Der im Jahr 2000 erfolgte Zusammenschluss europäischer Spitzenclubs wie Real Madrid, FC Barcelona und FC Liverpool hat 18 Mitglieder, darunter die Bundesligisten Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Die Bremer wollen zudem durch ihren Geschäftsführer Manfred Müller die Position in der Deutschen Fußball Liga (DFL) stärken. „Er wird dort in eine Führungsposition gewählt, da bin ich ganz sicher. G14 und DFL sollten unser Knowhow nutzen“, erklärte Allofs. Sein Geschäftsführer-Kollege Müller bewirbt sich um einen Sitz im DFL- Vorstand sowie um einen Platz im Aufsichtsrat der DFL. Müller kann allerdings nur in eines der Ämter gewählt werden.