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Fußball Werder plant ohne Borowski

Stefan Freye

BREMEN - Lange dauerte es nicht, bis die Sprache bei der Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen auf das Thema der Woche in Bremen kam. Öffentlich hatte Moderator Jörg Wontorra Kritik an Werder geübt. Wie gehen die Werder-Verantwortlichen mit diesen kritischen Äußerungen um, wollten die Journalisten wissen. „Das ist völlig normal und wird auch in den kommenden Wochen so weiter gehen“, wiegelte Geschäftsführer Klaus Allofs erst einmal ab, dem Wontorra Überforderung vorgeworfen hatte. Zudem hatte er sich für einen Trainerwechsel ausgesprochen.

Werder versucht, die massive Kritik möglichst souverän zu verarbeiten. „Wir machen ja unabhängig davon sowieso unsere Arbeit“, so Allofs. Ein Teil seiner Aufgaben betrifft die Personalpolitik. Nachdem in der Vorwoche die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Clemens Fritz bekanntgegeben worden war, ging es am Donnerstag um einen Abschied. Mit einem klaren „nein“ beantwortete Allofs die Frage, ob Tim Borowski eine realistische Chance auf eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags habe.

Die „sportliche Einschätzung“ der Situation habe Werders Verantwortliche dazu bewogen, erläuterte Allofs. Dass man dem Mittelfeldspieler keinen Vertrag anbieten würde, konnte nicht überraschen. Zu wenig hatte Borowski nach seinem einjährigen Gastspiel bei Bayern München (2008/2009) geboten, zu oft war er verletzt gewesen. Sein letztes Spiel für Werder hatte der 31-Jährige im vergangenen September absolviert. Danach zwang ihn eine Sprunggelenksverletzung zur Pause. Nun will ihm der Verein die Möglichkeit bieten, in anderer Funktion tätig zu werden.

Eine Entscheidung seitens des Spielers steht indes noch aus, weil der noch gar nicht aufhören möchte. Borowski: „Ich hoffe, dass mein Sprunggelenk jetzt den Belastungen standhält und ich noch ein oder zwei Jahre spielen kann.“

Ob er den gerade genesenen Borowski in dieser Saison noch einsetzen wird, wollte Thomas Schaaf nicht endgültig entscheiden. „Definitiv nicht“ im Auswärtsspiel in Wolfsburg an diesem Sonnabend (15.30 Uhr). Vielleicht im Saisonfinale zu Hause gegen Schalke 04.

Der Trainer gab sich angesichts der Kritik der vergangenen Tage übrigens auch ziemlich gelassen. „Wenn die Dinge nicht so zur Wirkung kommen, ist klar, dass darüber gesprochen wird“, kommentierte Schaaf die Stimmung in Bremen. Er halte das für legitim. Zudem lebe der Fußball doch gerade von diesen Diskussionen, meinte Schaaf. Und die sind bei Werder momentan voll im Gange.

Zum Zweitligisten Fortuna Düsseldorf wird Leon Balogun wechseln. Er spielte zuletzt in Werders zweiter Mannschaft.

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http://www.NWZonline.de/werder

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