BREMEN - BREMEN/DPA/HRS - Der Wechsel von Stürmer Nelson Valdez vom Fußball-Bundesligisten Werder Bremen zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund steht kurz vor dem Abschluss. „Ich gehe davon aus, dass der Transfer Anfang der Woche abgewickelt ist“, sagte Werders Geschäftsführer Manfred Müller.

Die Ablösesumme soll 4,7 Millionen Euro betragen, in Dortmund soll Valdez einen Vierjahresvertrag erhalten. Der Nationalspieler und WM-Teilnehmer aus Paraguay hatte trotz laufenden Vertrages in Bremen auf einen Wechsel gedrungen, weil er sich beim BVB mehr Chancen auf einen Stammplatz ausrechnet. Bei Werder ist Valdez hinter Miroslav Klose und Ivan Klasnic nur Stürmer Nummer drei.

In Aaron Hunt verlässt vermutlich ein weiterer Angreifer den Vizemeister. Der 19-Jährige war zuletzt verletzt und wäre hinter dem aus Mainz zurückkehrenden Mohamed Zidan höchstens Stürmer Nummer vier. Werder will Hunt dauerhaft aber halten, geplant ist offenbar ein Leihgeschäft. Erneut ausgeliehen werden soll auch John Jairo Mosquera. Der Kolumbianer, der Anfang des Jahres von Atletico Colombia verpflichtet worden war, spielte zuletzt in Dänemark für Sönderjysk Elitesport. Für die zweite Mannschaft verpflichtete Werder gestern den 18-jährigen Dominik Schmidt von Tasmania Gropiusstadt Berlin.

Valdez‘ vermutlicher neuer Club Borussia Dortmund ist auf dem Weg zur finanziellen Konsolidierung einen Schritt vorangekommen. Eine Mehrheit der rund 5700 Gesellschafter des Commerzbank-Immobilien-Fonds Molsiris akzeptierte das Angebot zum Rückkauf des Dortmunder Stadions und trat damit die letzten verbliebenen Stadionanteile (51,2 Prozent) an die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ab. Die Finanzierung des Kaufpreises in Höhe von 57,2 Millionen Euro soll durch die Investmentbank Morgan Stanley erfolgen.

Das positive Votum von 99,5 Prozent der an der Abstimmung beteiligten 4359 Molsiris-Gesellschafter sorgte in der Chefetage des Bundesligisten für Erleichterung. Die Rückabwicklung des Stadiondeals senkt die jährlichen Kosten um vier bis fünf Millionen Euro. Ohne Zustimmung von Molsiris hätte der BVB jährlich rund 17 Millionen Euro Miete aufbringen müssen.