Bremen - Was für ein nervenaufreibendes Spiel war das. Weiterkommen und nicht Weiterkommen wechselten sich mehrmals ab, aber nach gut 90 Minuten in Marseille saß der Frust über das Ende der Europa-League-Saison nach der 2:5-Niederlage bei den Fußballern von RB Leipzig tief. Die Bremer dagegen hatten am Donnerstag frei.
Er empfinde es als Vorteil, sich „in Ruhe vorbereiten zu können. Dieses Privileg hat Leipzig nicht“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor dem Bundesliga-Heimduell gegen die Leipziger an diesem Sonntag (18 Uhr, Weserstadion). „Andererseits ist es das, wo alle hinwollen“, ergänzte Kohfeldt mit Blick auf die Spiele im internationalen Wettbewerb unter der Woche: „Das kann ein Vor- und ein Nachteil sein.“
Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Bremer, die nach dem jüngsten Bundesligaspiel am vorvergangenen Freitag in Hannover (1:2) mehr als eine Woche zur Vorbereitung auf das Leipzig-Duell hatten, dürften ausgeruht sein. Die Zeit reichte sogar für einen freien Tag: „Ich bin ein Freund davon, zu trainieren, wenn es was zu trainieren gibt. Dann lieber regenerieren und ab heute wieder maximale Qualität“, sagte Kohfeldt.
Nach der Niederlage in Hannover hat er viele Einzelgespräche mit Spielern geführt. Darin ging es aber „nicht darum, Sinne zu schärfen. Am Freitag hat irgendwas gefehlt, um es auf den Platz zu bringen. Ich kann keinen Sieg versprechen, aber ich kann sagen, dass wir da sein werden und Leistung bringen werden“, so Kohfeldt, der allerdings auf Ludwig Augustinsson (muskuläre Probleme im Oberschenkel) und Aron Johannsson (Knöchelprobleme) verzichten muss.
Die Niederlage der Leipziger könnte sich aber auch nachteilig für die Bremer auswirken. „Leipzig ist unglücklich ausgeschieden und wird jetzt in der Liga versuchen, das Bestmögliche herauszuholen“, sagte Abwehrspieler Marco Friedl. Mit Platz sechs und zwei Punkten hinter dem Vierten Leverkusen ist die Königsklassen-Teilnahme für die Leipziger tatsächlich in Gefahr. RB-Stürmer Emil Forsberg bestätigte das: „Es kommen jetzt fünf Spiele, in denen es um die Champions League geht. Wir müssen jetzt schnell wieder den Fokus auf die Bundesliga legen.“
