BREMEN - Werder Bremen setzt seinen Sparkurs in der kommenden Saison fort. „Wir werden auch im Falle der Europa-League-Qualifikation das Budget für Spielergehälter nochmals senken“, sagte Klaus Allofs, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten. Ziel der Norddeutschen sei es dennoch, „eine Mannschaft zusammenzustellen, die in den Europacup einzieht“.
Aktuell liegt Werder in der Tabelle nur auf dem achten Rang und hat zwei Punkte Rückstand auf Platz sieben, der in der kommenden Saison zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Am Sonnabend (15.30 Uhr) steht die Partie gegen Bayern München an. Vor dem Nord-Süd-Duell äußerte sich Allofs auch zur Zukunft von Claudio Pizarro, der beim Rekordmeister im Gespräch sein soll.
„Wenn die Bayern wirklich Ernst machen, dann werden sie ihm ein Angebot präsentieren, gegen das wir wirtschaftlich betrachtet keine Chance haben. Dazu hat er dort schon gespielt, die Familie kennt sich in München aus“, sagte Allofs.
Gleichzeitig befand der Werder-Geschäftsführer aber auch, dass Bayern „nicht der ideale Club für Claudio Pizarro“ sei, da er dort nicht so eine Schlüsselrolle wie bei den Bremern einnähme. Ob Pizarro in Bremen bleibt, ist zurzeit völlig offen. Der Peruaner hatte seinen Vertrag bei Werder fristgerecht zum 30. Juni dieses Jahres gekündigt.
Die Hanseaten plagen vor dem Bayern-Spiel weiterhin große Personalsorgen. Zwar hatten Marko Arnautovic und Aaron Hunt am Dienstag wieder mit der Mannschaft trainiert. Ob sie spielen können, ist aber ebenso fraglich wie bei Aleksandar Ignjovski, der sich im Spiel beim VfB Stuttgart (1:4) am Sprunggelenk verletzt hatte. Sicher fehlen werden neben einigen Verletzten die gesperrten Sokratis, Clemens Fritz und Sebastian Boenisch.
Kapitän Fritz fordert trotzdem maximale Einsatzbereitschaft. „Wenn es spielerisch nicht läuft, dann ist es wichtig, über die kämpferischen Komponenten und intensive Zweikampfführung ins Spiel zu finden“, sagte Fritz. Er sehe zwar weiterhin hohe Qualität im Spiel nach vorne, doch in der momentanen Situation seien bei Werder laut dem ehemaligen Nationalspieler zunächst die fußballerischen Grundtugenden gefragt.
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