BREMEN - Die Stars schonen, die Superserie verlängern und den Gruppensieg einfahren – Werder Bremen hat sich vor dem vorletzten Europa-League-Gruppenspiel an diesem Donnerstag (19 Uhr/Weserstadion) gegen Nacional Funchal gleich drei Ziele gesetzt. Die wichtigste Vorgabe hat der Fußball-Bundesligist aber schon erfüllt: Der Sprung in die Zwischenrunde ist bereits gesichert.

Daher dürfte Trainer Thomas Schaaf leicht angeschlagenen und überstrapazierten Leistungsträgern wie Mesut Özil, Marko Marin oder Naldo eine Pause verordnen. „Ich muss auch die, die sonst nicht so viel spielen, in Bereitschaft halten“, erklärte der Werder-Coach.

Philipp Bargfrede (Knieprobleme) und Claudio Pizarro (Haarriss) fehlen sicher. Der Einsatz von Tim Wiese ist mehr als fraglich. „Es ist wohl ein grippaler Infekt“, sagte Schaaf: „Wir müssen abwarten, wie es sich über Nacht entwickelt.“ Da Ersatzkeeper Christian Vander wegen doppelten Leistenbruchs und einer Schambeinentzündung operiert werden muss, steht eventuell U-20-Nationaltorhüter Sebastian Mielitz zwischen den Pfosten. „Wir haben vollstes Vertrauen in ihn. Es wäre schön für ihn, sich auf großer Bühne beweisen zu können“, sagte Schaaf.

Auch in veränderter Besetzung, davon ist man an der Weser überzeugt, kann man das 22. Pflichtspiel nacheinander ohne Niederlage überstehen. Schaaf: „Wir werden nicht lasch spielen. Schließlich wollen wir als gesetztes Team in die nächste Runde.“ Rang eins der Vorrundengruppe L verspricht immerhin den Vorteil, in der Zwischenrunde nicht auf einen der vier stärksten Gruppendritten der Champions League zu treffen.

Die Portugiesen hingegen haben nur noch theoretische Chancen, sich bis auf Rang zwei und damit in die Runde der letzten 32 Mannschaften vorzuarbeiten. Die Gedanken beim aktuellen Erstliga-Vierten kreisen ohnehin mehr um den schwer erkrankten Chefcoach Manuel Machado.

Der 53-Jährige soll sich vergangene Woche einer Fettabsaugung unterzogen haben. Am Freitag wurde er wegen starker Schmerzen in eine Klinik in Funchal gebracht und liegt dort auf der Intensivstation. Machado schwebte akut in Lebensgefahr und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Mittlerweile aber, so heißt es, sei sein Zustand „ernst, aber stabil“.

Infos unter

www.NWZonline.de/werder