BREMEN - In den Wochen der Wahrheit will Werder Bremen weitere Pizarro-Partys feiern – am liebsten schon am Donnerstag (20.45 Uhr/Premiere) im Viertelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups gegen Udinese Calcio. „Das wird ein ganz anderes Kaliber. Wenn Claudio Pizarro wieder drei Tore macht, wäre das natürlich gut“, sagte Werder-Manager Klaus Allofs nach dem 4:1 gegen Hannover 96.

Bremens Matchwinner Pizarro, der am Sonntag seine Saisontore 13 bis 15 zum Sieg im kleinen Nordderby beisteuerte, liebäugelte nach seiner erneuten Gala gar mit der 20-Treffer-Marke und dem Gewinn der Torjägerkanone der Fußball-Bundesliga: „Ich glaube, das ist möglich.“ Seine bisherige Saison-Bestmarke steht bei 19 Treffern. Die gelangen Pizarro in der Saison 2000/01 im Trikot von Werder, ehe er im Sommer 2001 zum FC Bayern wechselte.

Dass der Peruaner die Vorwürfe aus seiner Heimat, er solle als Spielervermittler tätig gewesen sein, scheinbar unbeeindruckt an sich abprallen lässt, ist für Thomas Schaaf nicht verwunderlich. „Er hat absolut das Signal gegeben, dass er damit sehr gut umgehen kann“, lobte der Werder-Coach. Der dreifache Torschütze (41./80./84.) selbst beteuerte, in dem ganzen „Theater“ kein Problem zu haben, da ihm nichts vorzuwerfen sei.

Trotz der 0:1-Heimniederlage gegen Inter Mailand hat Udinese Calcio vor dem Viertelfinal-Hinspiel am Donnerstag in Bremen mächtig aufgetrumpft. Erst ein Eigentor von Mauricio Isla in der 77. Minute stoppte Udine am Sonntagabend gegen den Tabellenführer der italienischen Serie A. Bis dahin hatte Werders Herausforderer den designierten italienischen Meister fast an die Wand gespielt. „Wir hatten Glück, Udine war die stärkere Mannschaft“, gab Inter-Trainer Jose Mourinho zu.

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