BREMEN - Dieser Tage werden Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs oft gefragt, ob sie nach dem erfolgreichen Verlauf der vergangenen Bundesligapartien noch die Qualifikation zur Champions League anpeilen. Die beiden leiten ihre Antwort oft mit einem Lächeln ein. Was sollen sie auch sagen? Natürlich wollen die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen – und die Spieler auch – das Maximum erreichen, und das ist mittlerweile wieder Platz drei, verbunden mit der Chance auf einen Platz in der Königsklasse. Nur ist es gleichgültig, ob man spricht von diesem Ziel. Es geht um den Weg.
6500 Werder-Fans dabei
„Es nützt ja nichts, sich etwas vorzunehmen und dann die unmittelbaren Aufgaben nicht zu erfüllen“, betont Allofs vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund an diesem Sonnabend (15.30 Uhr). Von Spiel zu Spiel denken – das ist ebenso abgegriffen wie effektiv. In Dortmund wollen die Bremer, begleitet von rund 6500 eigenen Anhängern, den nächsten Schritt vollziehen und sich den vierten Tabellenplatz vom BVB holen. Die Bedeutung dieser Partie erschließt sich damit auf den ersten Blick.
Dass man in Bremen zuletzt noch ganz andere Themen hatte, war dem Verletzungspech der Torhüter sowie dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes geschuldet. So richtig ist man bei Werder nämlich noch nicht darüber hinweg, dass Torsten Frings nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Nürnberg für eine Partie gesperrt wurde. „Er ist unser erfahrenster Spieler, eine Schwächung“, betont Schaaf. Dass sich der DFB an die Vorgaben der Fifa gehalten und die Mindestsperre trotz des Beweises von Frings Unschuld ausgesprochen habe, passe nicht zusammen. Schaaf: „Ich lese immer von Respekt und Fairplay – da macht man jetzt etwas falsch.“
Nichts falsch machen kann Schaaf dagegen bei der Besetzung des Torwartpostens: Da Christian Vander an einer Schambein-Entzündung laboriert und sich Sebastian Mielitz eine Fußverletzung zuzog, kommt die Genesung von Tim Wiese gerade recht. Der Nationaltorhüter hat seine Wadenverletzung auskuriert und wird wieder spielen. Den Platz auf der Bank wird Felix Wiedwald aus dem Kader U 23 einnehmen.
Team vor Siegesrekord
Nach den jüngsten Erfolgen in Hannover (5:1), Mainz (2:1) und Hoffenheim (1:0) stehen die Bremer in Dortmund vor ihrem vierten Auswärtssieg in Folge. Das würde einen Vereinsrekord bedeuten, denn selbst in den Meister-Spielzeiten waren Werder niemals vier siegreiche Partien nacheinander in der Fremde gelungen.
