BREMEN - Er ist kein Alleinunterhalter, aber ein allseits geliebtes Multitalent: Der mit den Millionen für den zu Real Madrid abgewanderten Mesut Özil finanzierte Brasilianer Wesley ist innerhalb kürzester Zeit zum Liebling bei Werder Bremen geworden.
„Wesley ist ein sehr guter Junge. Er arbeitet viel, hat einen unglaublichen Aktionsradius und ihm ist kein Weg zu weit. Außerdem ist er sehr wissbegierig und möchte jeden Tag dazu lernen“, lobt Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs den für 7,5 Millionen Euro vom Pelé-Club FC Santos geholten Fußballer. Jüngst wurde der 23-Jährige sogar für die Länderspiele Anfang Oktober in die brasilianische Nationalmannschaft berufen.
„Am meisten mag ich zwar die Position vor der Abwehr, aber ich spiele überall dort, wo der Trainer mich aufstellt und wo ich der Mannschaft helfen kann“, sagt der eigentlich als Mittelfeldspieler geholte Wesley ganz bescheiden und artig über sich selbst. Sehr zur Freude seines Trainers, für den Wesley bereits unverzichtbar geworden ist. „Er bringt sich ein, als wäre er schon seit Jahren dabei. Egal auf welcher Position er aufläuft, er nimmt die Dinge, die man ihm sagt, voll an. In der Viererkette hat er die Aufgabe erledigt, als würde er die Position Woche für Woche ausfüllen“, lobt Thomas Schaaf.
Auch bei seinen Kollegen steht der Musterprofi hoch im Kurs. „Trotz der Sprachprobleme ist er schon sehr wertvoll für die Mannschaft. Er ist sehr aktiv und gewillt, mit uns Erfolg zu haben. Wenn er besser deutsch spricht, werden wir uns nicht nur sportlich, sonder auch privat sehr gut verstehen“, sagt etwa Abwehrspieler Sebastian Prödl.
Trotz der Wertschätzung bleibt Wesley bodenständig. „Ich kann mich noch verbessern“, sagt er und schiebt bestimmt hinterher: „Ich kann und muss mich noch verbessern.“
