BREMEN/HANNOVER - Werder gewann zuletzt im Februar ein Heimspiel. Das Weserstadion hat jetzt eine Polizeiwache mit Zellen.
von hauke richters
und unseren agenturen
BREMEN/HANNOVER - Zur auswärtsstärksten Mannschaft hat sich Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga durch den 2:1-Erfolg beim Hamburger SV am vergangenen Wochenende gemausert – auf einen Heimsieg wartet der Meister dagegen seit dem 26. Februar (4:0 gegen Bochum). Zwei sieglosen Partien im Weserstadion gegen Mainz und Stuttgart will Werder am Sonnabend (15.30 Uhr) einen Dreier gegen den Tabellenfünften Hertha BSC folgen lassen. Ein Blick auf die Statistik dient dabei als Mutmacher: Werder gewann fünf der vergangenen sechs Heimspiele gegen die Berliner, in der Vorsaison siegte der spätere Meister mit 4:0 gegen die Hauptstädter.„Das Spiel gegen Hertha ist für uns die letzte Chance“, sagt Bremens Abwehr-Ass Valerien Ismael in Bezug auf die theoretische Chance der Titelverteidigung. Nach seiner Sperre gegen den HSV rückt der Franzose wieder in die Innenverteidigung. Kapitän Frank Baumann fällt nach seiner Operation am Sprunggelenk aus, dazu muss Trainer Thomas Schaaf auch auf Nationalstürmer Miroslav Klose (Knieentzündung) verzichten. Für den Ex-Lauterer steht Nelson Valdez als Ersatz bereit.
Schlechte Zeiten sind derweil für Fußball-Rowdies in Bremen angebrochen: Am Freitag wurde im Weserstadion eine Polizeiwache eingeweiht, die erstmals über zwei Zellen verfügt, um Randalierer vorübergehend festsetzen zu können. Bislang mussten sie in umliegende Polizeireviere gebracht werden. Ein Polizeisprecher bescheinigte den Werder-Fans aber, insgesamt recht friedlich zu sein. Randale im Stadion gebe es kaum. Manchmal müssten – meist betrunkene – Fans auf dem Weg dorthin aus dem Verkehr gezogen werden.
Werders möglicher Nachfolger als Meister spielt am Sonnabend (15.30 Uhr) rund 120 Kilometer südöstlich von Bremen: In Hannovers erstmals mit 40 000 Zuschauern ausverkaufter neuer Arena fehlt Bayern München gegen Hannover 96 allerdings Michael Ballack (Oberschenkel-Prellung). Fraglich ist der Einsatz von Bixente Lizarazu (Magen-Darm-Grippe) und Paolo Guerrero (Rücken). Ex-Bayer Michael Tarnat kehrt bei 96 nach einer Virus-Infektion zurück, Veljko Paunovic (Adduktoren) und Daniel Stendel (Knieverletzung) fallen dagegen aus.
