BREMEN/KARLSRUHE - Ohne den verletzten Torsten Frings, dafür wieder mit Daniel Jensen will Werder Bremen an diesem Sonnabend einen weiteren Schritt in Richtung Championsliga-Teilnahme machen. Der Zweite der Fußball-Bundesliga tritt beim Karlsruher SC an, der nach starker Hinrunde inzwischen auf Rang zehn abgerutscht ist.

Frings absolvierte zwar am Freitag das komplette Abschlusstraining, musste seinen Einsatz dann aber wegen einer Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk absagen. Die Verletzung hatte er sich bereits am Donnerstag zugezogen. „In seinen Bewegungen konnte man sehen, dass er angeschlagen ist“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Wie lange der Nationalspieler pausieren muss, ist noch offen. „Ich hoffe, dass es nur einige Tage dauert“, sagte der Trainer.

Im Mittelfeld steht Schaaf dafür wieder der Däne Jensen zur Verfügung. Dieser hatte wegen eines Muskelfaserrisses drei Wochen lang pausieren müssen.

Karlsruhes Trainer Edmund Becker muss auf Michael Mutzel verzichten. Der Mittelfeldspieler meldete sich am Freitagnachmittag mit einer Angina ab.

Ungewöhnlich viele Bremer Fans wollen ihre Mannschaft in Karlsruhe unterstützen. Werders Fan-Beauftragter Dieter Zeiffer schätzt, dass rund 4500 Anhänger die Grün-Weißen anfeuern werden. Die Gründe liegen offenbar in der spannenden Tabellensituation sowie in der gestiegenen Lust der Bremer auf Bundesliga-Fußball, nachdem am vergangenen Wochenende das DFB-Pokalfinale stattfand. Zudem würde es im Südwesten Deutschlands sehr viele Werder-Fans geben, so Zeiffer.

Der letzte Bundesliga-Auftritt der Bremer im Wildparkstadion liegt bereits fast elf Jahre zurück. Am 1. Spieltag der Saison 1997/98 am 2. August 1997 verlor Werder mit 1:3 beim KSC, der am Saisonende dennoch abstieg. Auf der Bremer Trainerbank saß damals Dixie Dörner, den Ehrentreffer für Werder erzielte Marco Bode.

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