BREMEN - Schwere Ausschreitungen von Fußball-Hooligans verzeichnete die Bremer und die Mainzer Polizei nach den Bundesligaspielen am Sonnabend. Vor und nach dem Duell zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln (1:0) wurden 51 Randalierer vorläufig festgenommen bzw. in Gewahrsam genommen.
Vor dem brisanten Rhein-Main-Derby zwischen Mainz 05 und Eintracht Frankfurt (3:3) wurden am Sonnabend fünf Polizisten leicht verletzt. Elf Randalierer wurden vorübergehend festgenommen.
In Bremen erlitten mehrere Beteiligte leichte Verletzungen, zwei mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Eine Polizeibeamtin wurde durch einen Hundebiss leicht verletzt. Die Polizei erstattete Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch.
Nach Polizeiangaben ereigneten sich sowohl während des Spiels als auch nach Spielende gewalttätige Auseinandersetzungen rivalisierender Rowdys. Allein zu 39 Festnahmen kam es in der Bremer Neustadt, nachdem sich rund 50 Hooligans beider Lager auf offener Straße geprügelt hatten.
In der Neustadt wurden schon vor dem Spiel zehn Kölner Problemfans in Gewahrsam genommen, nachdem es Erkenntnisse gegeben hatte, dass sich diese zu einer Schlägerei mit Bremer Hooligans verabredet hatten. Die Bremer Polizei hatte ihre Einsatzkräfte vorsorglich im Vorfeld des Spiels verstärkt.
Die Chaoten aus Frankfurt hatten an einem Fähr-Anleger am Rhein die Beamten mit Feuerwerkskörpern, Stühlen und Flaschen beworfen. Rund 2000 Fans der Eintracht waren mit dem Schiff nach Mainz gereist.
Zudem wurde ein Eintracht-Fan wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommen. Allerdings warf auch ein anschließend verhafteter Mainzer Anhänger nach Polizei-Angaben mit Feuerwerkskörpern um sich und verletzte dabei eine unbeteiligte Frau.
