BREMEN/OLDENBURG - Klasnic und Valdez tragen sich mit Abwanderungsgedanken. Würden beide gehen, wäre Platz für Lukas Podolski.

Von OLaf Ulbrich

und unseren Agenturen

BREMEN/OLDENBURG - Beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen geht das Rennen um den Platz in der Startaufstellung neben Miroslav Klose in die nächste Runde. Nachdem Nelson Valdez im Spiel am Sonnabend bei Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) scheinbar als zweiter Stürmer sicher gesetzt war, darf sich der in die Reserve zurück gedrängte Ivan Klasnic seit Freitagnachmittag wieder Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen.

Im Abschlusstraining blieb Valdez nach einem Zweikampf mit dem rechten Bein im Boden hängen und verdrehte sich dabei das Knie. Der Nationalspieler aus Paraguay wurde zwar umgehend am Spielfeld behandelt, musste aber die Trainingseinheit abbrechen. Nach einer Untersuchung gab Werder-Arzt Dr. Götz Dimanski zwar grünes Licht für die Reise nach Frankfurt. Ob der 22-Jährige aber spielen kann, wolle Werder-Trainer Thomas Schaaf erst vor Ort am Sonnabend entscheiden.

Definitiv nicht in Frankfurt auflaufen wird Torsten Frings. Der letzte Versuch, ins Mannschaftstraining einzusteigen, scheiterte. Der Nationalspieler laboriert immer noch an einer schmerzhaften Wadenprellung, die er sich vor zwei Wochen im Spiel in Nürnberg (1:3) zugezogen hatte.

Ob ein Einsatz Klasnic’ Stimmung wieder verbessern kann, ist fraglich. Nach seiner – mittlerweile ausgeräumten – Kritik am Trainer verstärken sich die Anzeichen, dass sich der kroatische Nationalspieler an der Weser nicht mehr wohl fühlt. Sein Ziel: Zurück in seine Heimatstadt zum Liga-Rivalen Hamburger SV.

Valdez ist das Reservistendasein hinter dem „K.u.K.“-Sturm Klose und Klasnic seit langem Leid und könnte sich „einen Wechsel zu Borussia Dortmund gut vorstellen“. „Neue Verhandlungen mit ihm gibt es nicht“, kündigte Sportdirektor Klaus Allofs an, Valdez nicht um jeden Preis halten zu wollen.

Würden beide tatsächlich gehen, wäre im Werder-Sturm nicht nur Platz für den von Bremen heiß umworbenen Lukas Podolski vom 1. FC Köln. Auch die finanziellen Mittel ständen zur Verfügung.

Beendet hat Werder derweil die Verhandlungen mit betandwin als neuen Haupt- und Trikotsponsor. Die Hanseaten haben mit dem größten privaten Sportwettenanbieter Deutschlands einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 abgeschlossen. Der Wettanbieter tritt die Nachfolge des Textildiscounters „KiK“ an, dessen Vertrag mit den Bremern nach zwei Jahren ausläuft. Die jährliche Summe beläuft sich nach Medienberichten auf sechs Millionen Euro.