BREMEN - BREMEN/DPA/SC - Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat das Geschäftsjahr 2004/ 2005 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Der viermalige Meister setzte insgesamt 70 Millionen Euro um. „Das sind die höchsten Einnahmen, die je in der 106-jährigen Werder-Geschichte erreicht wurden“, sagte Jürgen Born, Vorsitzender der Geschäftsführung der Werder Bremen GmbH & Co KG aA, am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins SV Werder von 1899 e.V.
Die Fußball-Sparte des Vereins erzielte einen ausgewiesenen Gewinn nach Steuern von 5,8 Millionen Euro. „Damit konnten wir den Verlust aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr, der damals drei Millionen Euro betrug, mehr als kompensieren“, erklärte Born. Werder sei schuldenfrei und liquide. „Wir haben nicht den höchsten Umsatz der Bundesliga, aber unsere Bilanz gehört in der Struktur zu den gesündesten unter den Mitkonkurrenten. Das sind Fakten, die wirklich Spaß machen“, ergänzte Born.
Das deutlich verbesserte Geschäftsergebnis resultiert zum wesentlichen Teil aus den Einnahmen in der Champions-Liga 2004/2005, in der Werder als amtierender Meister bis ins Achtelfinale kam. Der Verein kassierte nach Angaben der Europäischen Fußball-Union (Uefa) 17,1 Millionen Euro. Die Bremer lagen damit auf Rang sieben der Liste der Spitzen-Verdiener hinter Bayern München (18,4 Millionen Euro).
Jagd auf den FC Bayern macht Werder auch im sportlichen Bereich. Am vergangenen Spieltag hatte sich allerdings der Hamburger SV in der Tabelle zwischen die Münchner und die Bremer gedrängt. Trainer Thomas Schaaf bereitet derweil sein Team auf das Heimspiel gegen den MSV Duisburg am Sonnabend (15.30 Uhr/Weserstadion) vor. Abwehrspieler Petri Pasanen hat nach seinem Schädeltrauma wieder das Mannschaftstraining aufgenommen, der Einsatz gegen den MSV kommt für den finnischen Nationalspieler jedoch noch zu früh. „Petri hat noch viel Aufholbedarf. Er braucht noch Zeit bis er wieder fit ist“, sagte Schaaf.
