BREMEN - In der Fußball-Bundesliga nur Mittelmaß und deshalb im Uefa-Pokal unter Druck: Für Werder Bremen gilt es an diesem Donnerstag (20.45 Uhr/Premiere), den Grundstein zu legen, um eine fast schon verkorkste Saison noch zu retten. Im Viertelfinal-Hinspiel im heimischen Weserstadion ist Udinese Calcio zu Gast.

„Die Stärke von Udine ist das schnelle Umschalten. Wir dürfen ihr Konterspiel mit wenigen Kontakten nicht zulassen“, sagte Trainer Thomas Schaaf am Mittwoch. „Das ist eine ausgebuffte Mannschaft, da müssen wir hellwach und clever sein“, sagte Werder-Manager Klaus Allofs.

Die Formkurven des Bundesliga-Zehnten und des Tabellen-14. der italienischen Serie A sind sich dabei erstaunlich ähnlich. Den Leistungsschwankungen in den nationalen Ligen stehen sportliche Höhenflüge auf internationalem Parkett gegenüber. Gäste aus Italien sind im Weserstadion bisher gern gesehen, denn noch nie bei zwölf Versuchen konnten sie dort gewinnen.

„Das ist kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Aber Udine kann man schlagen, es ist keine Übermannschaft“, sagte Torsten Frings. Der Nationalspieler verfügt wie einige seiner Teamgefährten über Erfahrungen mit den Italienern. Werder und Udine standen sich in der Saison 2005/2006 in der Champions-League-Vorrunde gegenüber. Nach dem 1:1 in Italien gewann Werder daheim nach einer 3:0-Führung am Ende knapp mit 4:3. „Auf einmal haben die uns schwindlig gespielt“, erinnerte sich Frings an die drei Gegentore in sechs Minuten: „Das darf und wird nicht wieder passieren.“

Vorne soll die Abteilung Attacke wieder wirbeln. Neben dem wiedererstarkten Diego heißt die Garantie dafür Claudio Pizarro. Dreimal traf der Peruaner beim 4:1 gegen Hannover 96 und kündigte auch Udine Unbehagen an: „Ich glaube, wir werden das gut machen.“ Kurzfristig hat sich Markus Rosenberg nach seinen Rückenbeschwerden zurückgemeldet. Die besseren Karten für einen Platz neben Pizarro dürfte aber Hugo Almeida haben.

Bei Udine fällt Antonio Di Natale wegen eines Teilabrisses des linken Kreuzbandes bis zum Saisonende aus. „Aber auch ohne mich werden wir der Bremer Defensive Probleme bereiten“, sagte der italienische Nationalstürmer.

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