Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Werder Allofs hakt Europapokal ab und bleibt gefasst

dpa

BREMEN - Die einzigen, auf die sich Werder Bremen am Wochenende verlassen konnte, waren eine alte Trainerlegende des Vereins und der Erzrivale. Otto Rehhagels Hertha BSC (3:3 gegen Leverkusen) und der Hamburger SV (1:0 gegen Hannover) nahmen wenigstens auch den Bremer Konkurrenten wertvolle Punkte weg, so dass Werder zumindest theoretisch noch immer eine Chance auf das Erreichen der Fußball-Europa-League hat.

In der Praxis gibt es allerdings nicht mehr viel, was die Bremer darauf hoffen lässt. „Ich schaue nicht auf die Europa League. Wir müssen auf die nächste Saison schauen“, sagte Geschäftsführer Klaus Allofs nach dem desolaten 1:4 am Freitagabend in Stuttgart. Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Spielen (ein Sieg) verlor Werder beim VfB, kassierte dabei 24 Gegentore.

Der SVW ist das viertschlechteste Team der Bundesliga-Rückrunde, Tendenz fallend. Die Symbolik für diesen Absturz lieferten gleich zwei Spieler. Der eine ist Marko Marin, der wegen einer Verletzung am Oberschenkelmuskel für das Spiel gegen Bayern München am Sonnabend (15.30 Uhr) ausfällt. Das gleiche gilt für Sokratis, Clemens Fritz (beide gelbgesperrt) und viele weitere verletzte Profis. „Was soll man dazu sagen“, klagte Allofs. „Wir haben fast keine Spieler mehr.“

Mindestens genauso dürften ihn aber die zwei Tore von Martin Harnik getroffen haben, den sie in Bremen vor zwei Jahren aussortiert und für nur 300 000 Euro geradezu verscherbelt hatten an den VfB. „Ich verspüre keine Genugtuung und bin auch nicht schadenfroh“, sagte der Stürmer. Aber die Beispiele Harnik und Marin zeigen, dass sie bei Werder in doppelter Hinsicht ein Personalproblem haben.

Für die vielen Verletzten und Gesperrten kann der Verein wenig, für die Fehleinschätzungen bei der Kaderplanung dagegen schon. Marin, Marko Arnautovic oder Denni Avdic zum Beispiel haben ein Vielfaches dessen gekostet, was der VfB für Harnik bezahlt hat. Vergleichbar weiterentwickelt hat sich aber niemand von ihnen.

„Wir müssen in unserem Spiel und in der Besetzung der Mannschaft Veränderungen vornehmen“, sagte Allofs. Die jüngsten Entwicklungen sind aber alles andere als ermutigend. Tim Wiese hat seinen Abschied bereits erklärt, Claudio Pizarro und Naldo liebäugeln ebenfalls damit.

Das Erreichen der Europa League wäre für Werder wichtig, um Spieler anzulocken. „Die Arbeit, die vor uns liegt, ist aber auch ohne Europapokal zu schaffen. Wir kommen in keine dramatische Situation“, versicherte Allofs.

 @

http://www.NWZonline.de/werder

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Mit zurzeit 51 Rudeln, vier Paaren und drei Einzelwölfen gilt Niedersachsen als Wolfsland. Die Gerichte haben hohe Hürden für einen Abschuss von Problemwölfen aufgebaut.

GERICHT ERHÖHT HÜRDEN Darum werden derzeit keine Problemwölfe in Niedersachsen getötet

Stefan Idel Büro Hannover
Lüneburg
Führungswechsel bei der GSG Oldenburg, Daniel Jirzik wird neuer Geschäftsführer der GSG (v.l): Michael Thanheiser, OB Jürgen Krogmann, Daniel Jircik, Stefan Könner

FORMALER FEHLER BEI FÖRDERMITTELN Neuer GSG-Geschäftsführer in Stendal fristlos entlassen

Thomas Husmann
Oldenburg
Kommentar
Einweihung der Fahrradstraße mit prominenten Gästen (von rechts vorn): Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke, Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, die Ammerländer Landrätin Karin Harms und SPD-Landtagsabgeordneter Björn Meyer Ende April.

FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS Entwicklungsland Deutschland

Michael Sommer
So sieht einer der zehn neuen Operationssäle im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg aus.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS OLDENBURG Mehr Operationen, Jobs und Patienten – EV nimmt zehn neue Operationssäle in Betrieb

Anja Biewald
Oldenburg
Spannender Lesestoff auf über 50 Seiten: Die erste Ausgabe des neuen Magazins „Tatort Nordwesten“ ist ab sofort erhältlich. Als ePaper kostet das Magazin 5,90 Euro.

TRUE-CRIME-HEFT „Tatort Nordwesten“ als Magazin in Geschäftsstellen und Shop erhältlich

Nicolas Reimer
Im Nordwesten