BREMEN - Ungewöhnlich verlief am Mittwoch die Vorbereitung der Bundesliga-Fußballer von Werder Bremen auf das Heimspiel gegen Schalke 04 (Sonnabend/18.30 Uhr). Statt auf dem Platz am Weser-Stadion ging es auf das Bundeswehr-Gelände in Delmenhorst. Teambildende Maßnahmen wie im Team durch eine Sandgrube robben oder sich durch einen Reifen zwängen standen statt Arbeit mit dem Ball auf dem Plan. Mikael Silvestre und seine Mitspieler freuten sich über das etwas andere Training.
Weiter im Team der Grün-Weißen soll auch Trainer Thomas Schaaf bleiben. Am 10. Mai 1999 hatte er seinen ersten Arbeitstag als Werder-Trainer. Bis zum 30. Juni 2012 läuft sein Vertrag noch. Und alles deutet daraufhin, dass sich die Zeit der Zusammenarbeit zwischen Schaaf und dem Bundesligisten noch fortsetzen wird: Wir wollen den Weg mit Thomas weiter gehen und seinen Vertrag verlängern, sagte Bremens Vereinschef KlausAllofs jetzt gegenüber der Bild-Zeitung.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Werder in dieser Saison hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Das Team schied schon in der Vorrunde der Champions League aus, scheiterte vorzeitig im DFB-Pokal und muss in der Endphase der Saison noch um jeden Punkt kämpfen.
Allofs setzt weiter auf die Zusammenarbeit mit Schaaf, der mit Werder 2004 das Double holte und den Club sechsmal in die Champions League führte. Ich weiß, dass er bei vielen Clubs auf der Liste steht. Aber wir arbeiten fast zwölf Jahre zusammen, kennen uns gut. Ich bin da gelassen, ist der Clubchef recht entspannt, was die Zukunft von Schaaf angeht, der am 30. April 50 Jahre alt wird.
Bei den Spielern denken wird über das Jahr 2012 hinaus. So ist es auch bei dem Trainer, gibt Allofs einen Einblick in die Planungen der Bremer. Konkrete Verhandlungen zwischen Verein und Trainer soll es aber erst geben, wenn der Tabellen-13. den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht hat. Dann aber geht Allofs davon aus, dass Schaaf das Angebot annimmt.
Sollte es zu der Vertragsverlängerung kommen, könnte Schaaf der Trainer mit der längsten Amtszeit bei Werder in der Bundesliga werden. Bislang ist dies noch Otto Rehhagel, der die Bremer Fußballer vom 1. April 1981 bis zum 30. Juni 1995 trainierte.
Derweil steht Daniel Jensen vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining, da sein Knie schmerzfrei ist.
