BREMEN - Man merkt nicht unbedingt, wer beim Spiel in der Fußball-Bundesliga zwischen Werder und dem 1. FC Nürnberg als Favorit ins Rennen geht, und wer sich angesichts der aktuellen Form sorgen muss. Wir fahren mit einer gewissen Vorfreude nach Bremen, sagte Dieter Hecking, Trainer des in der Fremde noch sieglosen Tabellenzwölften, vor der Partie an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) im Weserstadion.
Wir sind noch immer stinksauer, berichtete Klaus Allofs am Freitag dagegen von den Bremer Befindlichkeiten. Der Geschäftsführer der momentan erfolgreichsten Bundesligamannschaft (10 Punkte aus den letzten vier Spielen) hatte das unglückliche Pokal-Aus auch drei Tage nach dem Spiel in München nicht abgehakt. Man ist noch immer ziemlich böse, dass die stattliche Anzahl von Torchancen ungenutzt blieb und der reguläre Treffer von Sebastian Prödl keine Anerkennung fand.
Könnte man derartige Ärgernisse im Vorfeld der Partie gegen den Club noch verdrängen, so kommen aus der Personalabteilung der Bremer gleich die nächsten Hiobsbotschaften: Nichts wird es aus dem eigentlich geplanten Comeback des am Knie verletzten Torwarts Tim Wiese. Zudem hat sich Clemens Fritz abgemeldet. Eine Oberschenkelzerrung macht den Einsatz des Rechtsverteidigers unmöglich. Auch sein Einsatz in der Champions League gegen Enschede am Dienstag (20.45 Uhr) ist ungewiss.
Dann möchte Wiese wieder zwischen den Pfosten stehen wenn ihn der Trainer lässt. Das ist immer schwer zu sagen, wir müssen die Sache langsam angehen, sagte Thomas Schaaf zur Knieverletzung des Keepers. Immerhin gab es in den vergangenen Tagen eine konkrete Ansage zum Ausfall von Naldo. Anfang November will der Verteidiger wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Er wird bei Werder sehnsüchtig erwartet.
Etwas weniger konkret ist Heckings Vorfreude auf das Gastspiel an der Weser: Wir haben bei vermeintlich starken Gegnern wie Hamburg und Leverkusen sehr diszipliniert gespielt und etwas mitgenommen. Doch nur insgesamt zwei Punkte gewann Nürnberg in diesen Partien.
