BREMEN - Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker muss wahrscheinlich auf das letzte Spiel der Bundesligasaison verzichten. Der Verteidiger von Werder Bremen kann derzeit wegen Schmerzen im Fersenbereich nicht trainieren. Sein Einsatz ist fraglich, sagte Trainer Thomas Schaaf vor dem Spiel am Sonnabend beim 1. FC Kaiserslautern.
Sollte Mertesacker, der am Dienstag ebenso wie Simon Rolfes (Leverkusen), Sebastian Kehl (Dortmund) und Gerald Asamoah (St. Pauli) als Bundesligavertreter im Spielerrat der Spielergewerkschaft VdV bestätigt wurde, ausfallen, dürfte es in der Werder-Abwehr eng werden. Sicher fehlen wird neben den Langzeitverletzten Naldo, Sebastian Prödl und Sebastian Boenisch auch Mikael Silvestre, der sich gegen Dortmund eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen hatte.
Ich bin über jeden Spieler froh, der zurückkommt, sagte Schaaf, dem auch im Offensivbereich die Spieler auszugehen drohen. Sandro Wagner (Sprunggelenksbeschwerden) konnte am Dienstag ebenso wie Aaron Hunt (Rückenprobleme) und Tim Borowski (Knieverletzung) nicht mit der Mannschaft trainieren. Ich glaube, die Saison ist gelaufen, sagte Wagner.
Im Poker um eine mögliche Verpflichtung von Mehmet Ekici bekommen die Bremer derweil Konkurrenz vom Nordrivalen Hamburger SV. Das bestätigte am Dienstag Roland Jeromin, der Anwalt des Profis: Es gibt Interesse von den beiden Vereinen. Der türkische Nationalspieler hat einen bis Juni 2012 gültigen Vertrag mit Bayern München und ist bis Saisonende an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen.
Er kann sich vorstellen, dahin zu gehen, wo er sich weiterentwickeln kann, sagte der Anwalt. Bei Bayern sei das in der kommenden Saison eher schwierig. Eine erneute Ausleihe, für die der Vertrag mit den Münchnern verlängert werden müsste, komme für Ekici nicht infrage. Welchen der beiden Nordclubs der Spieler bevorzuge, wollte Jeromin nicht sagen.
