BREMEN - Über ihre Untaten nachgedacht haben am Montag die Profis des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. Trainer Thomas Schaaf hatte den Spielern nach der peinlichen 1:2-Heimpleite gegen den MSV Duisburg bei einer Aussprache am Sonntagvormittag die Fehler mit Hilfe von Fernsehbildern nochmals vor Augen geführt. Am Montag gab er der Mannschaft dann frei, um über die Kritik nachzudenken.

Dass inzwischen bis auf Pierre Wome wieder alle Spieler im Mannschaftstraining sind, erhöht den Druck im Kampf um die Plätze in der Startelf. „Durch die entspanntere Verletztensituation ist der Trainer jetzt in der Lage zu reagieren“, sagt Manager Klaus Allofs. „Wer unser Unternehmen, die Qualifikation für die Champions League gefährdet, wird die Folgen zu spüren bekommen.“

Beim Abrutschen in der Tabelle orientieren sich die Bremer an der Formkurve der Vorsaison. Im Winter 2006/07 stand Werder an der Tabellenspitze, nachdem die Mannschaft in der Vorrunde mit Offensivfußball begeistert hatte. Nach einer schwächeren Rückrunde sprang am Ende zumindest noch Rang drei heraus.

In dieser Spielzeit hatten die Bremer die Hinrunde punktgleich mit Bayern München auf Rang zwei abgeschlossen. Aus den ersten neun Liga-Partien dieses Jahres holte das Team dann aber nur acht Punkte – derzeit scheint sogar der UI-Cup als Beschäftigung für den Sommer möglich.

Zugang Sebastian Prödl weilte am Montag in Bremen, um bürokratische Angelegenheiten zu erledigen und die Wohnungssuche voranzutreiben. Der österreichische Nationalspieler wechselt zur kommenden Saison von Sturm Graz nach Bremen.

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