BREMEN - Fußball-Bundesligist Werder Bremen kann das Auswärtsspiel bei Hertha BSC an diesem Sonnabend nahezu in Bestbesetzung bestreiten. Aus dem in der Saison permanent dezimierten Kader fehlen aktuell lediglich Mittelfeldspieler Daniel Jensen (Muskelfaserriss) und Pierre Wome (Leistenverletzung). „Wir haben eine andere Situation als über die Saison hinweg. Wir haben 24 bis 27 Spieler ’rumlaufen. Es ist klar, dass eine größere Auswahl möglich ist“, sagte Trainer Thomas Schaaf.

Der der daraus resultierende größere Druck auf die Spieler würde nicht schaden, ergänzte der 46-jährige Fußball-Lehrer. Ob aus der 1:2- Heimschlappe gegen Aufsteiger MSV Duisburg vom vergangenen Wochenende personelle Konsequenzen erwachsen, ließ Schaaf offen. „Alle müssen eine Schippe drauflegen“, forderte er.

Derweil hat der Vater von Mittelfeldstar Diego erneut die Wechsel-Spekulationen um seinen Sohn angeheizt. Mitten in der sportlichen Krise nannte Djair da Cunha den FC Arsenal, Real Madrid und Juventus Turin als konkrete Interessenten an Diego. „Ich bin nicht glücklich über die Situation in Bremen“, erklärte der 53-Jährige, der Berater seines Sohnes ist, „Diegos Traum ist es, die Championsliga zu gewinnen.“

Der 23-jährige Diego steht bei den Bremern noch bis 2011 unter Vertrag. Werder-Vorstandsvorsitzender Jürgen Born hatte erst vor etwa zwei Wochen einen Verkauf des Brasilianers kategorisch ausgeschlossen. Auch Diego hatte erklärt, selbst im Falle der verfehlten Qualifikation für die Königsklasse in Bremen bleiben zu wollen.

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