BREMEN - BREMEN/SID/DPA - Werder Bremens Torjäger Ivan Klasnic hat sich für seine Kritik an Trainer Thomas Schaaf den Unmut der sportlichen Führung des Fußball-Bundesligisten zugezogen.

„Ich habe ihm klar gemacht, dass er so etwas nicht sagen darf“, erklärte Sportdirektor Klaus Allofs, nachdem er sich den 26-jährigen Kroaten zur Brust genommen hatte: „Wenn ein Spieler das Gefühl hat, er würde zu wenig Beachtung bei uns finden, dann soll er zu uns kommen.“ Klasnic hatte Schaaf wegen seiner Nichtberücksichtigung für die Startelf im jüngsten Punktspiel gegen Hannover 96 (5:0) verbal attackiert: „Ich bin vom Trainer enttäuscht. Er hat in den letzten zwei Wochen kein Wort mit mir oder den meisten anderen gesprochen. Wenn wir aber in einem Tief stecken, dann muss der Trainer mit allen sprechen, alle wieder aufbauen“, hatte der Stürmer erklärt.

Auch Schaaf wies die Kritik an seiner Person zurück: „Wenn einer einige Wochen gut spielt und dann meint, das würde reichen – der hat den Schuss nicht gehört“, sagte der Coach. „Ich muss Woche für Woche Leistung bringen.“ Miteinander sprechen wollen Trainer und Stürmer in den nächsten Tagen dennoch – damit Konflikte über die Startaufstellung künftig intern geklärt werden.

Für die Partie bei Eintracht Frankfurt (Sonnabend, 15.30 Uhr) wird Klasnic dennoch nur der Platz auf der Bank bleiben. Neben dem gesetzten Miroslav Klose (19 Saisontore) wird wohl der gegen Hannover dreimal erfolgreiche Paraguayer Nelson Valdez (9) in der Startformation stehen.