BREMEN - Beim BVB soll der Paraguayer einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Frings hat sich das Wadenbein gebrochen.

Von Hauke RIchters

und unseren Agenturen

BREMEN - Der Wechsel von Werder Bremens Stürmer Nelson Valdez zum Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund rückt näher. „Ich werde in Bremen nicht verlängern. Das habe ich Klaus Allofs schon gesagt. Ich will im Sommer nach Dortmund. Mit der Borussia bin ich mir bereits einig, auch wenn noch nichts unterschrieben ist“, sagte Valdez. Der Paraguayer soll in Dortmund einen Dreijahresvertrag bis 2009 mit einer Option auf eine weitere Saison erhalten. „Ich muss an mich denken“, sagte Valdez. „Einem Profi bleibt nur eine kurze Zeit, um für das weitere Leben vorzusorgen. Ich habe keine Lust, später als Eisverkäufer durch Paraguay zu reisen.“

Der Angreifer hatte sich immer wieder über seine Reservistenrolle hinter Miroslav Klose und Ivan Klasnic beschwert. In den jüngsten Bundesliga-Partien hatte Trainer Thomas Schaaf dem 22-Jährigen allerdings den Vorzug gegenüber Klasnic gegeben.

Eine Einigung der beiden Fußball-Bundesligisten über die Ablösesumme steht noch aus. Das BVB-Angebot von rund drei Millionen Euro haben die Bremer zurückgewiesen. Dennoch ist sich auch Werders Sportdirektor Klaus Allofs sicher, Valdez nicht halten zu können. „Es scheint so, dass er seinen Weg nicht bei Werder sieht. Wenn jemand nicht zufrieden ist, muss man sich Gedanken machen, das zu ändern“, sagte Allofs. Dennoch will er versuchen, Valdez von einer Verlängerung des bis 2007 laufenden Vertrages bei Werder zu überzeugen. Der Paraguayer war 2001 von seinem Heimatclub Atletico Tembetary gekommen. Ein Weggang von Valdez hätte vermutlich die Rückkehr von Mohamed Zidan nach Bremen zur Folge. Der Ägypter ist noch bis Saisonende an den Ligakonkurrenten Mainz 05 ausgeliehen. Die Rheinland-Pfälzer hatten zuletzt Interesse an einer Verpflichtung des Stürmers signalisiert, diese Bereitschaft dürfte Allofs bei einem Valdez-Transfer nach Dortmund aber abblocken.

Werders Nationalspieler Torsten Frings laboriert seit Wochen an einem Wadenbeinbruch. Das haben neue Untersuchungen bei Nationalmannschaft-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München ergeben. Die Bremer waren bisher von einer schweren Wadenbeinprellung ausgegangen, die der Mittelfeldspieler bei einem Zweikampf im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 18. März erlitten hatte. Frings, der wegen der Verletzung seit Wochen im Training fehlt, muss noch mindestens zehn Tage pausieren.