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NWZonline.de Sport Fußball

SV Wilhelmshaven zieht erneut vor Bundesgerichtshof

01.12.2018

Bremen /Wilhelmshaven Die Tür zur Fußball-Regionalliga bleibt für den SV Wilhelmshaven verschlossen. Eine entsprechende Klage des mittlerweile in der siebtklassigen Bezirksliga spielenden Vereins auf Wiedereingliederung in die Viertklassigkeit wurde am Freitag vom Oberlandesgericht Bremen abgewiesen.

Der SVW verlangt vom Norddeutschen Fußball-Verband (NordFV), nach einem zu Unrecht verhängten Zwangsabstieg am Ende der Saison 2013/14 nun wieder in die Regionalliga aufgenommen zu werden. Schon das Landgericht Bremen hatte im April dieses Jahres diese Forderung zurückgewiesen. Daraufhin zog der SVW vor die nächste Instanz, das Oberlandesgericht.

Das Gericht räumte am Freitag die Möglichkeit der Revision ein. Und diesen Weg wollen die Wilhelmshavener beschreiten. „Wir werden damit vor den Bundesgerichtshof ziehen“, sagte Harald Naraschewski, der Anwalt des Vereins und auch dessen Aufsichtsrat ist.

Zwar erkannte das Gericht den grundsätzlichen Anspruch des Vereins auf Schadenersatz durch eine Wiedereingliederung in die Regionalliga an, verneinte aber die praktische Umsetzung. Die Spielzeit 2014/2015 – in jener Saison hatten die Wilhelmshavener aufgrund des Zwangsabstieges nicht in der vierten Liga starten können – sei längst abgelaufen und könne 2019/2020 nicht mehr rekonstruiert werden. Es könne außerdem nicht unterstellt werden, dass der klagende Verein, wenn er seinerzeit nicht abgestiegen wäre, heute überhaupt noch in der Regionalliga spielen würde. Dazu müsse man einen kontinuierlichen sportlichen Erfolg über einen Zeitraum von fünf Spielzeiten unterstellen, was wegen der Dynamik der Entwicklung in einer Liga gar nicht möglich sei.

Ausgangspunkt des Rechtsstreites war im Jahr 2008 die Weigerung des SVW, für den argentinischen Spieler Sergio Sagarzazu eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von 157.500.Euro an zwei vorherige Vereine des Südamerikaners zu zahlen. Derlei Geldtransfers und entsprechende Strafen bei Nichteinhaltung sehen die Bestimmungen des Weltverbandes Fifa und auch des Deutschen Fußball-Bundes vor, nicht aber die des NordFV. Dieser hatte jedoch den Zwangsabstieg angeordnet, nachdem Wilhelmshaven nicht gezahlt hatte.

Im September 2016 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass der Zwangsabstieg deshalb rechtswidrig gewesen sei. Das Urteil beinhaltete aber nicht, dass der SVW automatisch wieder in die Regionalliga einzugliedern sei. Dies versucht der Club nun auf einem neuerlichen Weg durch die Instanzen.

Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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