Bremen - Beim Konflikt über die Deckung zusätzlicher Sicherheits-Kosten rund um das Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV an diesem Sonntag (15.30 Uhr, Weserstadion) hat Klaus Filbry den Bremer Senat kritisiert. „Wir können nachvollziehen, dass es ein besonderes Spiel ist. Aber es ist verfrüht, jetzt schon über Einzelheiten zu diskutieren“, sagte der Vorsitzende der Werder-Geschäftsführung dem Magazin „Sport Bild“.
Filbry reagierte damit auf einen bereits angekündigten Gebührenbescheid des Landes über rund 300 000 Euro. Diese Summe basiert auf behördeninternen Schätzungen, die davon ausgehen, dass beim HSV-Gastspiel an der Weser knapp 1000 statt wie sonst üblich 150 Polizisten im Einsatz sind. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will der Deutschen Fußball Liga den Betrag in Rechnung stellen. Der Ligaverband hat bereits angekündigt, nicht zahlen zu wollen. Sollte die DFL dazu verpflichtet werden, würde sie die Rechnung aller Voraussicht nach an Werder weiterreichen.
„Der Großteil der Beamten wird zur Fan-Trennung eingesetzt. Bei diesem Thema muss die Stadt handeln und für eine bessere Infrastruktur rund um das Weserstadion sorgen, das sie ja auch mit betreibt“, sagte Filbry: „Könnten die Gäste-Fans direkt vor ihren Block gefahren werden, würde die Zahl der Beamten, die zur Fan-Trennung eingesetzt werden müssen, deutlich sinken. Und dann auch die damit verbundenen Kosten.“
Auch sportlich ist das Duell zwischen den Bremern und dem stark abstiegsbedrohten HSV hochbrisant. Für die verletzte Offensivkraft Fin Bartels könnte bei Werder Levin Öztunali von Beginn an spielen. Der Enkel von HSV-Legende Uwe Seeler (78) wurde in den vergangenen drei Punktspielen jeweils erst in der Schlussphase eingewechselt. Neben Öztunali gilt auch Levent Aycicek als möglicher Bartels-Ersatz.
