Bremen/Oldenburg - Am Morgen nach dem strapaziösen Auswärtssieg bei Hannover 96 haben es die Fußball-Profis von Werder Bremen ruhig angehen lassen. Mit einer Radtour rund um das Weserstadion regenerierte sich die Mannschaft und begann zugleich mit der Vorbereitung auf das nächste Heimspiel an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) gegen Schalke 04.
Mit dem 2:1 und nun acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 verschafften sich die Bremer im Kampf um den Klassenerhalt wieder etwas Luft. „Diesmal waren wir der Gewinner des Spieltags. Bei den beiden davor waren wir der Verlierer. So ist der Abstiegskampf“, ließ der Siegtorschütze Sebastian Prödl angesichts der Niederlagen des 16. VfB Stuttgart (2:3 gegen Dortmund) und des 17. Hamburger SV (1:3 in Mönchengladbach) den Triumph in der letzten Minute noch einmal glücklich Revue passieren. Gleichzeitig forderte er volle Konzentration auf die neue Aufgabe: „Wir tun gut daran, an diese Leistung anzuknüpfen.“
Werder-Trainer Robin Dutt unternahm indes alles, damit der Erfolg in Hannover seinen Akteuren nicht zu Kopf steigt. „Wir haben jetzt etwas mehr als ein kleines Polster Abstand auf die gefährlichen Positionen“, sagte der 49-Jährige mit Blick auf die Tabelle: „Das ist aber noch keine Sicherung.“
Dennoch zeigte sich Dutt zuversichtlich, sein Saisonziel 40 Punkte schon bald zu erreichen. „Mit solch einem Sieg im Rücken habe ich auch die Hoffnung, dass wir noch ein, zwei Spiele gewinnen. Wir glauben auch daran“, sagte er. Zur Erinnerung: Vergangene Saison schaffte Werder mit 34 Zählern als 14. den direkten Klassenerhalt. Werder belegt derzeit mit 32 Punkten den 12. Platz.
Das Restprogramm hat es aber in sich. Denn nach der Partie gegen Schalke geht es noch gegen Mainz, Hoffenheim, FC Bayern, Hertha BSC und Bayer Leverkusen. „Wir sind immer noch im Abstiegskampf, das dürfen wir nicht vergessen“, sagte Kapitän Clemens Fritz: „Wir müssen bis zum Ende kämpfen. Aber wir nehmen dieses positive Gefühl von Hannover gerne für die nächsten Aufgaben mit.“
Torwart Raphael Wolf setzt im Saisonendspurt vor allem auf die derzeit gute Stimmung. „Der Verein, die Geschäftsstelle, die Stadt stehen hinter uns. Das spürt man. Wir bekommen immer tolle Unterstützung von den Fans“, sagte er – und radelte davon.
