Bremen/Hamburg - Im heimischen Volksparkstadion ist der Hamburger SV seit Monaten zu einer echten Macht geworden, auswärts aber hat der Fußball-Bundesligist weiter Probleme. Und so ist es nicht überraschend, dass HSV-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen vor dem Nordderby bei Werder Bremen an diesem Sonntag (15.30 Uhr) den Ball flach hält. „Das wird ein schwerer Gang für uns“, sagte der 68-Jährige im NDR-Sportclub. Er wäre mit einem Punkt einverstanden.
„Wir freuen uns auf das Spiel“, sagte Bruchhagen weiter. Die Hamburger hätten auch einiges vorzuweisen und „zuletzt überzeugend gespielt. Also warum sollten wir in Bremen nicht gewinnen?“
Mit 33 Zählern hat der HSV zwar drei Punkte Rückstand auf den Nordrivalen, sich aber einen Vorsprung von vier Zählern auf den Relegationsplatz 16 erarbeitet. „Es spricht alles dafür, dass wir unser Ziel direkter Klassenerhalt erreichen“, meinte Bruchhagen. Der HSV müsse in den ausstehenden sechs Partien noch mindestens sechs Punkte holen, um ganz sicher zu gehen.
Bei den personalgeplagten Bremern plant indes Philipp Bargfrede sein Comeback. Spätestens am Mittwoch will der langzeitverletzte Mittelfeldspieler, der seit Dezember kein Pflichtspiel mehr bestritten hat, ins Training zurückkehren. Ein Einsatz im Nordderby sei jedoch eher unwahrscheinlich, sagt Bargfrede.
