BUKAREST - BUKAREST/DPA/SID - Nur dank türkischer Schützenhilfe hat Bayer Leverkusen noch die Chance auf das Überwintern im Uefa-Pokal. Das Team von Trainer Michael Skibbe verlor zwar gestern Abend mit 1:2 (1:1) bei Dinamo Bukarest, doch dank des gleichzeitigen 2:1-Erfolgs von Besiktas Istanbul über den FC Brügge kann sich der Fußball-Bundesligist mit einem Heimsieg zum Abschluss der Gruppenphase am Donnerstag, 14. Dezember, gegen den türkischen Spitzenclub noch für die Runde der letzten 32 Teams qualifizieren. Derzeit belegt Bayer mit nur einem Punkt den fünften und letzten Platz in der Gruppe, würde mit einem Erfolg gegen Besiktas aber noch Platz drei erreichen, der zum Weiterkommen berechtigt.

Vor 10 000 Zuschauern im „Stadionul Dinamo“ brachte Sergej Barbarez die Gäste in der 20. Minute mit dem ersten Europacup-Tor für seinen neuen Club in Führung, doch Claudiu Niculescu (36./75.) sorgte mit seinen beiden Treffern für die Wende zu Gunsten der bereits in der nächsten Runde stehenden Rumänen. Die Leverkusener blieben auch im zwölften Europacup-Auswärtsspiel in Serie sieglos.

„Gott sei Dank haben wir immer noch eine Chance, in die nächste Runde zu kommen. In 14 Tagen müssen wir eine unterdurchschnittliche Zwischenrunde zum Happy End bringen“, forderte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. „Schade, es sah lange nach einem 1:1 aus, das wäre sicher irgendwie auch verdient gewesen.“

Drei Tage nach dem 3:1-Heimsieg in der Bundesliga gegen Energie Cottbus musste Bayer erneut ohne die verletzten Mittelfeld-Asse Carsten Ramelow und Tranquillo Barnetta versuchen, seine Chancen im internationalen Geschäft aufrechtzuerhalten. Nach einem Freistoß von Kapitän Bernd Schneider war Barbarez per Kopf zur Stelle (20.). In der 36. Minute fälschte dann Ahmed Madouni einen Schuss

von Niculescu unhaltbar für Torhüter Jörg Butt zum 1:1-Ausgleich ab. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang Niculescu auf Pass des Ex-Stuttgarters Ioan Viorel Ganea das 2:1 für Dinamo.