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NWZonline.de Sport Fußball

Europapokal-Rennen: Die Eintracht und ihre Jäger

03.05.2019

Berlin (dpa) - Der Druck ist riesig, doch noch hält Eintracht Frankfurt stand.

Die Hessen wollen den begehrten letzten offenen Champions-League-Platz unbedingt verteidigen, doch gleich vier Mannschaften liegen drei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Bundesliga noch in unmittelbarer Schlagdistanz des mit 54 Punkten und 58:35 Toren viertplatzierten Teams von Trainer Adi Hütter.

Frankfurt musste zuletzt der langen Saison Tribut zollen und schwächelte in der Liga. Nach dem Auswärtsspiel in Leverkusen am Sonntag geht's noch gegen Mainz (H) und den FC Bayern München (A). Die Bayern sind neben Borussia Dortmund und RB Leipzig bereits sicher für die Königsklasse qualifiziert. Die Situation der Eintracht-Verfolger im Rennen um die internationalen Plätze:

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH (5. Platz/51 Punkte/49:38 Tore)

Die Borussia hat als Tabellenfünfter wie Bayer Leverkusen 51 Punkte - und damit drei Punkte Rückstand auf Frankfurt. Da wird die Heimbegegnung mit Hoffenheim an diesem Samstag doppelt wichtig: Die Kraichgauer haben nur einen Zähler weniger. Bei einer Niederlage der Elf vom Niederrhein geriete das Ziel der Europapokalteilnahme komplett in Gefahr. Gegen Leipzig und in Stuttgart gab es zuletzt zwei Niederlagen. Zudem ist durch die Entscheidung, sich zum Saisonende von Trainer Dieter Hecking zu trennen, zusätzliche Unruhe aufgekommen. An den letzten beiden Spieltagen spielt Gladbach in Nürnberg und zu Hause gegen Borussia Dortmund.

BAYER LEVERKUSEN (6. Platz/51 Punkte/57:49 Tore)

Bayer gelangen zuletzt drei Siege nacheinander. Bei einem weiteren Erfolg am Sonntag gegen den Europa-League-Halbfinalisten Frankfurt könnte die Werkself nach Punkten mit der SGE gleichziehen und damit die Champions-League-Chancen deutlich verbessern. Die Bayer-Bilanz gegen die Top-Teams ist aber nicht berauschend: Von 45 möglichen Punkten holte Bayer gegen die besten neun Mannschaften nur neun. In den verbleibenden Saisonspielen muss Leverkusen anschließend noch gegen Schalke 04 und bei Hertha BSC antreten.

TSG 1899 HOFFENHEIM (7. Platz/50 Punkte/66:45 Tore)

Trainer Julian Nagelsmann will die Kraichgauer zu seinem Abschied unbedingt in die Königsklasse führen. "Leverkusen ist wieder besser in Schwung gekommen, Gladbach war zuletzt nicht so stabil wie in der Hinrunde", sagte der 31-Jährige vor der Partie beim Mitkonkurrenten. Frankfurt werde die Europa-League-Spiele in den Beinen haben. "Die Tür ist noch nicht zu. Unser Ziel ist es, auf die internationalen Plätze zu kommen. Der Wunschtraum ist der vierte Platz." Das 1:4 gegen den VfL Wolfsburg zuletzt zu Hause war für die TSG allerdings ein herber Rückschlag.

VFL WOLFSBURG (8. Platz/49 Punkte/52:46 Tore)

Kapitän Josuha Guilavogui und Stürmer Wout Weghorst träumen offen von der Champions-League. "Wir müssen nach oben gucken, um uns am Ende keine Vorwürfe machen zu müssen", sagte Guilavogui. Doch oberste Priorität hat die Qualifikation für die Europa League. Einen besonderen Druck im Endspurt sieht Trainer Bruno Labbadia nicht - im Gegenteil. Nach zweimaliger Rettung in der Relegation "ist das kein Druck, sondern etwas ganz, ganz Positives". Dazu kommt mit Nürnberg (H), Stuttgart (A) und Augsburg (H) ein lösbares Restprogramm.

WERDER BREMEN (9. Platz/46 Punkte/53:46 Tore)

Die Champions League ist bei Werder angesichts von acht Zählern Rückstand auf die Eintracht kein Thema. Allein die Qualifikation für die Europa League wäre nach dem Rückfall auf Platz neun und vier Punkten Rückstand auf Rang sieben ein großer Erfolg. Werders Problem: Mit Dortmund (H), Hoffenheim (A) und Leipzig (H) warten drei äußerst schwere Gegner auf die Hanseaten. Eine Sitzung mit dem Mannschaftsrat zu Beginn der Woche hat Trainer Florian Kohfeldt als Einstimmung für den Saisonendspurt genommen. "Wir haben nicht eine Sekunde daran gedacht, unser Saisonziel zu revidieren", sagte der Bremer Coach.

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