Düsseldorf - Stammkräfte für internationale Spiele schonen, ohne in der Bundesliga Punkte zu verschenken: Das Erfolgsrezept der Bayern macht sich nun auch Ligarivale Borussia Dortmund zu eigen.

Drei Tage vor dem wichtigen Rückspiel in der Fußball-Champions-League an diesem Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei Real Madrid sparte der entthronte Meister beim 2:1 (1:0) in Düsseldorf Kraft. Den Arbeitssieg gegen die abstiegsbedrohte Fortuna werteten alle Beteiligten als positives Signal für das Rückspiel in Bernabéu.

„Es wurde ja wochenlang gesagt, dass es nur einen Club gibt, der rotieren kann und dann trotzdem die Spiele gewinnt. Aber auch wir haben Spieler, die dann ihren Mann stehen“, kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit einer Spitze Richtung München.

In die Rolle des Hauptdarstellers schlüpfte dieses Mal Nuri Sahin. Sein Kunstschuss zum 1:0 aus gut 30 Metern ebnete nach 20 Minuten den Weg zum Sieg und drängte die Wechsel-Schlagzeilen über die geschonten Profis Mario Götze und Robert Lewandowski zumindest für kurze Zeit in den Hintergrund.

Lächelnd kommentierte Sahin den Sieg der Dortmunder B-Elf beim wankenden Aufsteiger: „Wir haben wieder gezeigt, dass uns nichts aus der Bahn werfen kann. Dementsprechend werden wir am Dienstag beim Rückspiel gegen Real Madrid auftreten.“

Die Frage, ob auch Lewandowski seinem Kollegen Götze schon in diesem Sommer zum FC Bayern folgt, war ausnahmsweise nicht das alles beherrschende Gesprächsthema. Wie schon beim famosen 4:1 im ersten Champions-League-Halbfinale vier Tage zuvor gegen den spanischen Rekordmeister bewies das Team Moral. Nicht nur der Treffer von Sahin (20. Minute), der mit einem sehenswerten Distanzschuss den zu weit vor seinem Tor postierten Fortuna-Torhüter Fabian Giefer überlistete, bestätigte Jürgen Klopp in seiner Entscheidung zur Rotation von gleich zehn Spielern. Jakub Blaszczykowski (70.) gelang kurz nach seiner Einwechslung das 2:0.

Adam Bodzek verkürzte für die Gastgeber (88.), deren Talfahrt anhält. „Unser Team hat sich gewehrt und dagegengehalten“, demonstrierte Fortuna-Trainer Norbert Meier dennoch Zuversicht.