• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball Internat. Champions League

Rückstand wird bleiben

15.03.2019

Egal, was die einzelnen Analysen der Duelle Bayern München - FC Liverpool, Borussia Dortmund - Tottenham Hotspur und Schalke 04 - Manchester City ergeben – in Summe bleibt, dass die Bundesliga in der Champions League den Vergleich mit der Premier League krachend mit 0:3 verloren hat. In allen drei Duellen spielte die individuelle Klasse der – entsprechend teuren – Spieler aus der englischen Premier League eine gewichtige Rolle.

Muss die Bundesliga nun wie wild klotzen, jeden erdenklichen oder wahnwitzigen Vertriebsweg beschreiten, um noch mehr Umsatz zu generieren, damit die internationalen Superstars bald bei uns kicken und nicht in England oder Spanien?

Nein, und das kann die Bundesliga auch gar nicht. Die Premier League ist bei den Umsätzen zu weit enteilt, als dass ein begehrter Profi künftig des Geldes wegen nach Deutschland statt nach England geht. Auf diesem Wege wird sich also kein deutsches Team einen internationalen Titel verdienen.

Dass nun auf alle Zeit nur noch englische oder andere finanzstarke Clubs Europas Wettbewerbe dominieren, ist aber keineswegs sicher. Denn Geld schießt zwar Tore, es lässt in regelmäßigen Abständen aber auch welche zu.

2013 bestritten München und Dortmund das rein deutsche Champions-League-Finale. Dazu war es nicht gekommen, weil beide Teams im Sommer zuvor für aberwitzige Beträge eingekauft hatten. Vielmehr hatten beide im Rahmen ihrer Möglichkeiten exzellent agiert und im passenden Moment die Schwächen der vermeintlich übermächtigen Konkurrenten ausgenutzt. Übrigens: Nach genau diesem Muster schoss Ajax Amsterdam in der vergangenen Woche Real Madrid mit 4:1 aus der Champions League. Legt man die Umsatzzahlen dieser Vereine zugrunde, wäre ein solches Ergebnis undenkbar.

Bayern München wird auf internationaler Ebene also nach und nach die Rolle einnehmen, die Vereine wie Dortmund und RB Leipzig in der Bundesliga haben und die auch Werder Bremen dort schon einmal hatte. Mit klugen Transfers innerhalb der eigenen Möglichkeiten geht es für diese Clubs darum, einen Angriff auf die Spitze zu unternehmen – an dieser Spitze steht in Deutschland der FC Bayern. In Europa zählen die Münchner aber inzwischen zu jenen, die auf ihre Chance warten müssen. Klar, der Verein könnte für 80 oder gar 100 Millionen Euro Ablöse einen Hochkaräter holen. Schlägt dieser voll ein, geht er aber vermutlich ein Jahr später für 150 Millionen Euro nach Spanien oder England. An dem strukturellen Nachteil der Bundesligisten werden also auch einzelne Transfers nichts ändern.

Hauke Richters über die deutschen Teams


Den Autor erreichen Sie unter 
Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2030
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.