CLOPPENBURG - Trotz drückender Überlegenheit der Cloppenburger durften die biederen Gäste eine Halbzeit lang von einer Überraschung träumen. Dann brach Joker Sergej Dikhtjar den Tor-Bann.
von bodo tarow
CLOPPENBURG - Die Oberliga-Fußballer des BV Cloppenburg behalten Spitzenreiter VfL Wolfsburg II im Auge. Gestern setzte sich die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar vor 450 Zuschauern locker mit 2:0 (0:0) gegen Aufsteiger und Kellerkind SV Henstedt-Rhen durch. Damit behaupteten die Soestestädter den dritten Tabellenrang.„Wir sind in der Spur geblieben“, fasste sich Goslar nach dem Abpfiff des vorzüglichen Unparteiischen Nebojsa Jovanovic (Braunschweig) kurz. In der Tat vergaßen die Cloppenburger gegen einen erschreckend harmlosen Gast, etwas für ihr wenig berauschendes Torverhältnis zu tun. Am Engagement und Elan lag das aber nicht. Von Beginn an wurden die Gäste tief hinten rein gedrängt. Fast im Minutentakt erarbeiteten sich die Cloppenburger Torchancen. Allerdings fand der Ball einfach nicht den Weg ins Netz.
Matthias Rose (3.), Alexander Aischmann (5.) und Torjäger Alket Zeqo (13.) vergaben. Hinzu kam Pech, als Aischmann die Kugel volley an die Lattenunterkante schoss (15.). Der Einbahnstraßenfußball setzte sich bis zur Pause fort.
Einen guten Griff tat Goslar dann mit der Herreinnahme des Ukrainers Sergej Dikhtjar, der Youngster Christopher Helms ablöste. Ganze fünf Minuten war die Partie im zweiten Durchgang alt, als der frühere Schalker den Ball aus 18 Metern millimetergenau ins Eck zirkelte – der Bann war gebrochen. 90 Sekunden später war die Partie dank einer Doublette des Führungstreffers entschieden. Zeqo legte geschickt ab, und Maik Kruse schlenzte den Ball unhaltbar für Gäste-Schlussmann Sven Barth in die Maschen.
Anstatt nun die Flucht nach vorne anzutreten, beschränkte sich Henstedt-Rhen darauf, das Ergebnis in Grenzen zu halten – mit Erfolg. Denn die Cloppenburger griffen zwar munter weiter an, ließen aber die nötige Präzision vermissen.
So war am Ende selbst Gäste-Trainer Jens Martens nicht einmal unzufrieden: „Wir haben das Spiel im Rahmen unserer Möglichkeiten lange offen gehalten. Nach dem Doppelschlag war mir klar, dass wir nicht mehr zurück kommen werden.“
