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NWZonline.de Sport Fußball

Cloppenburg zieht VfB in Abstiegsstrudel

27.10.2014

Oldenburg „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey – Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ schallte es am Sonntagnachmittag nach dem Nordwest-Duell in der Fußball-Regionalliga durch das Marschwegstadion. Die Gäste vom BV Cloppenburg feierten ausgelassen den 2:1 (0:0)-Triumph im Prestigeduell – und konnten ihr Glück kaum fassen. Die Spieler und Verantwortlichen vom VfB Oldenburg trotteten enttäuscht vom Rasen – und konnten ihre eigene Schlafmützigkeit kaum fassen.

„Die Mannschaft weiß, auf was es im Abstiegskampf ankommt. Sie hat eine tolle Moral bewiesen“, sagte BVC-Coach Jörg-Uwe Klütz, der aufgrund zahlreicher Verletzungen nur drei Feldspieler auf seiner Ersatzbank hatte. „Wir gehen seit Saisonbeginn am Stock. Es ist sensationell, dass wir schon 16 Punkte auf dem Konto haben – 20 sind das Ziel bis zum Winter“, erklärte Klütz. In Oldenburg gebe es „sicher andere Ansprüche“, aber der VfB sollte sich „auf andere Tugenden“ besinnen, riet der Gäste-Trainer.

Stimmen zum Spiel

Paul Kosenkow (VfB-Spieler): Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Aus dem Nichts fällt das 0:1, nachdem ich Sekunden vorher für uns die Führung hätte erzielen müssen. Wir haben zum Schluss einfach nur gepennt.

Maycoll Canizales-Smith (VfB-Kapitän): Beim entscheidenden Gegentor darf der Torschütze nach dem Freistoß nicht so frei stehen. Das war nur dumm von uns. Gegen zehn Mann darf das nicht passieren. Es waren zu viele gravierende Fehler in unserem Spiel. Da kann der Trainer nichts dafür. Da müssen wir die Fehler bei uns selber suchen.

„Abstiegskampf ist angesagt“, gestand Gegenüber Kristian Arambasic ein, nachdem er mit reichlich Verspätung zur Pressekonferenz erschienen war. „Ich war bei den Fans – für so einen Auftritt kann man sich nur entschuldigen“, erläuterte der Coach und übte scharfe Kritik an seinem Team: „Es fehlte alles: Leidenschaft, Herz, Biss – da war nicht der Hauch von Derbyfeuer.“

Den 1575 Zuschauern bot sich „ein Spiel auf schwachem Niveau“, wie die Trainer unisono erklärten. Die erste große Chance hatte Andreas Gerdes-Wurpts (20. Minute). Der BVC-Stürmer fand aber seinen Meister in Christian Gropius. Der 23-jährige Torwart-Trainer des VfB, der seit mehr als zwei Jahren kein Pflichtspiel mehr als Keeper absolviert hatte, stand wie angekündigt im Tor der Oldenburger und hinterließ einen guten Eindruck.

Seine Vorderleute kamen erst in der Endphase der ersten Halbzeit gefährlich zum Abschluss. In der 42. Minute entschärfte Gästekeeper Siegfried John einen Schuss von Mohamed Aidara, den zur Seite abgewehrten Ball setzte Christopher Braun an den Außenpfosten.

Nach dem Seitenwechsel knüpften beide Mannschaften an den verkrampften Auftritt der ersten Halbzeit an. Erst in der Schlussviertelstunde wurde es packend. Nachdem Gerdes-Wurpts für ein Foul an Franko Uzelac die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (75.), setzte Arambasic voll auf Offensive und brachte Stürmer Nils Laabs für Innenverteidiger Karlis Plendiskis. Der eingewechselte Angreifer hatte in der 83. Minute wie nicht einmal 120 Sekunden später auch der ebenfalls hereingekommene Ex-Cloppenburger Paul Kosenkow die Chance auf den Führungstreffer, doch das 1:0 fiel auf der anderen Seite, als Tim Wernke die Gäste per Kopfball in Front brachte (85.).

Anschließend wurde es richtig turbulent. Schiedsrichter Nils Riedel entschied nach einem Foul an Kosenkow auf Elfmeter für den VfB, nahm diese Entscheidung aber berechtigterweise nach einer Absprache mit seinem Linienrichter zurück. Das Foul war kurz vor dem Strafraum begangen worden. Ficara ließ sich von den Diskussionen nicht schocken und versenkte den Freistoß aus 17 Metern zum 1:1 im Winkel (90.).

Statt den einen Punkt abzusichern, waren die Gastgeber bei einem schnell ausgeführten Freistoß nicht auf der Höhe. Auf Vorlage von Wernke erzielte Bernd Gerdes das 2:1 für den BVC. „Immer wieder diese dummen Fehler“, ärgerte sich Arambasic: „Wir leisten uns in jedem Spiel zwei bis drei Blackouts – das kann man nicht trainieren.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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