• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Ärger: Sky kritisiert Club-TV von Bundesligisten

07.06.2014

Oldenburg Jeder Werder-Fan erinnert sich an diesen Moment: Am 15. Mai 2013 verabschiedete sich Thomas Schaaf nach 14 Jahren als Trainer von seinem Fußball-Verein. Nicht in einer öffentlichen Pressekonferenz, nicht vor dutzenden Fernsehkameras. Ganz allein in seiner ihm eigenen stoischen Art stand die Bremer Trainerlegende in der leeren Ostkurve im Weserstadion. Dabei nur eine Kamera von Werder-TV. Der heute 53-Jährige nutzte die vereinseigene Plattform, um „Tschüss“ zu sagen. „Das war eine Herzenssache von Thomas, der so persönlich Abschied nehmen konnte“, erklärt Werder-Mediendirektor Tino Polster.

Club-TV’s nehmen in der Bundesliga einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Die Vereine setzen auf den Kontakt mit Fans über ihre eigene Plattform, teilen Interviews, Impressionen und Hintergründe über den eigenen Verein auf der eigenen Homepage, via Facebook oder Twitter – alles in Form von Videobeiträgen.

Doch nicht überall stößt das auf Begeisterung. Der größte Geldgeber der Bundesliga, Bezahlsender Sky, fühlt sich nicht von allen Clubs ausreichend geschätzt. Das für Sport zuständige Vorstandsmitglied Carsten Schmidt kritisierte jüngst: „Wir brauchen Zugang zu den Themen und den Stars. In der Regel haben wir diesen, aber es gibt Clubs, die meinen, daraus Exklusivität für sich selbst ziehen.“ Der Sky-Manager stellte fest: „Das geht in die falsche Richtung.“

Sky größter Geldgeber der Bundesliga

Durchschnittlich 485,7 Millionen Euro pro Saison zahlt Sky den Bundesligisten in der laufenden Rechteperiode bis 2017. Dafür zeigt der Bezahl-Sender seinen 3,7 Millionen Abonnenten alle Spiele live. Der Pay-TV-Sender sieht sich nicht nur als Abspielstation, sondern fordert von den Bundesligisten, dass seine besondere Stellung auch abseits der Spiel-Übertragungen gewürdigt wird. Auch bei seinem Nachrichtensender Sky Sport News HD setzt das Medienunternehmen in erster Linie auf Fußball und benötigt dafür Exklusivität. Neue Konkurrenten wie Internet-Anbieter und Streaming-Dienste schrecken Sky nicht. „Wir wissen, dass die Bundesliga und die Champions League immer mehrere Nachfrager haben wird“, sagt Vorstandsmitglied Carsten Schmidt.

Einige vereinseigene TV-Angebote ärgern Sky. „Da haben wir die Wahrnehmung, dass sich immer mehr Clubs als Hobby-TV-Sender versuchen“, sagte Schmidt: „Es kann nicht sein, dass dort journalistische, aber auch lizenzrechtliche Themen beginnen zu verrutschen. Das beobachten wir intensiv.“ Dass er damit vor allem die großen Namen der Liga gemeint haben dürfte, war zwischen den Zeilen klar zu lesen.

Tino Polster jedenfalls fühlt sich von der Kritik nicht angesprochen: „Wir haben ein entspanntes Verhältnis zu Sky. Wir stellen unser Material bereit, sobald es Anfragen gibt.“

Der Mediendirektor erinnert sich an die Anfänge: „Wir haben 1999 als einer der ersten Vereine begonnen, kleine Sequenzen zu drehen“, berichtet Polster. Mit dem Wandel der Medien sei es immer wichtiger geworden, seine Fans über „alle möglichen Kanäle mit Infos zu versorgen“, so Polster. Heute sei Werder-TV bei jedem Spiel dabei und liefere Berichte. „Auch wenn es nur ein Testspiel nach der Saison ist, wie in den letzten Wochen“, sagt Polster.

Die Vereine hätten durch Club-TV die Möglichkeit, mit ihren Anhängern – verteilt in ganz Deutschland oder sogar weltweit – zu kommunizieren. „Wir können Botschaften versenden, die wir steuern und wo wir letztlich genau wissen, was in dem Beitrag gesendet wird“, so Polster. Oft sei es der Fall, dass auf den öffentlichen, privaten und Bezahlsendern abends nur ein minimaler Ausschnitt eines Interviews gezeigt wird. Das sei beim Club-TV anders, Spieler kommen ausführlicher zu Wort und können Stellung beziehen. Oder eben Trainer, wie Thomas Schaaf im Mai 2013.


     www.nwzonline.de/werder 
Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2033
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.