COTTBUS - Als die Serie gerissen war, mochte Felix Magath gar nicht mehr hinschauen. Mit dem verdienten 0:2 (0:0) am Sonntag beim Abstiegskandidaten Energie Cottbus erhielten die Titelambitionen des zuletzt zehnmal siegreichen VfL Wolfsburg einen empfindlichen Dämpfer, dagegen darf die Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga wieder hoffen. Statt den Vorsprung auf fünf Punkte auszubauen, liegt der VfL nach der ersten Niederlage seit dem 13. Dezember 2008 (1:2 in Bremen) nur noch zwei Zähler vor Verfolger Hertha BSC. Einen weiteren Punkt dahinter lauert das Trio Bayern München, VfB Stuttgart und Hamburger SV. „Wir haben große Chancen vergeben, da kann man nicht gewinnen“, ärgerte sich „Wölfe“-Coach Magath.

Vor 15 750 Zuschauern trafen Dimitar Rangelow (72.) mit seinem neunten Saisontor und Ervin Skela (86.) für die Cottbuser, die sich eine Woche vor der Partie beim Karlsruher SC auf den 15. Tabellenrang verbesserten.

„Ein Sieg gegen Wolfsburg ist etwas Besonderes. Es hat alles geklappt“, sagte Energie-Trainer Bojan Prasnikar. „Die Wolfsburger haben gedacht, dass es leicht ist, hier drei Punkte zu holen. Wir haben gezeigt, dass es nicht leicht ist“, meinte Rangelow.

„Unsere Stürmer hatten nicht ihren besten Tag, der Abschluss war ungenügend“, hielt Magath kritisch fest, fügte dann aber mit einem Lächeln hinzu: „Aber es geht für uns um den fünften Platz, und da sieht es noch ganz gut aus.“

Bedient war Torjäger Grafite, der ebenso wie Nebenmann Edin Dzeko (zusammen 38 Saisontore) auf der ganzen Linie enttäuschte: „Das war eine große Chance, aber wir haben sie nicht genutzt. Jetzt müssen wir weiter arbeiten und den Kopf wieder aufrichten, damit wir es nächste Woche besser machen“, sagte der Brasilianer. Am kommenden Sonnabend empfängt der VfL die schwächelnden Hoffenheimer.