COTTBUS - Aufsteiger Dynamo Dresden ist bei seinem Comeback in der Zweiten Fußball-Bundesliga leer ausgegangen. Die Sachsen verloren trotz guter Leistung und Pausenführung das Ostduell bei Energie Cottbus 1:2 (1:0). Union Berlin verpasste unterdessen beim 1:1 (1:0) beim FSV Frankfurt einen Start nach Maß und hatte in letzter Sekunde sogar Glück: Babacar Gueye vergab den möglichen FSV-Sieg, als er in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter über die Querlatte schoss.

In Cottbus drehten Daniel Adlung (57.) und Dennis Sörensen (66.) die Dresdner Führung durch Filip Trojan (45.) noch zu Gunsten der Gastgeber. Vor 20 500 Zuschauern im Stadion der Freundschaft hatte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz zunächst nur einen einzigen Neuzugang aufgeboten. Rückkehrer Dimitar Rangelow stand bei den Lausitzern in vorderster Spitze. Sein Gegenüber Ralf Loose setzte dagegen gleich sechs Neuzugänge ein.

Und die Neuen bestimmten in Halbzeit eins das Geschehen. Ein abgefälschter Schuss von Rangelow (24.) strich nur knapp am Kasten von Dynamo-Schlussmann Dennis Eilhoff vorbei. Auf der Gegenseite vertändelte Marvin Knoll (30.) freistehend im Strafraum den Ball.

Die Dresdner Führung resultierte aus einem perfekt vorgetragenen Konter. Eine lange Flanke von Marcel Heller legte Pavel Fort mit dem Kopf für Trojan auf, der aus wenigen Metern einköpfte. Cottbus übte nach der Pause viel Druck aus und wurde bereits nach zwölf Minuten mit dem Ausgleich belohnt, und der eingewechselte Sörensen sorgte mit einem Flachschuss für den 2:1-Siegtreffer.

In Frankfurt erzielte ausgerechnet der Ex-Unioner Karim Benyamina den Ausgleich des FSV mit einer sehenswerten Direktabnahme (80.). Der Brasilianer Silvio hatte per Foulelfmeter (40.) das Tor der Berliner und damit das erste der neuen Spielzeit erzielt.

Die Gastgeber fanden vor 4151 Zuschauern zunächst kaum zu ihrem Spiel. Erst nach einer völlig zerfahrenen und niveauarmen ersten Hälfte kamen die Frankfurter etwas besser zur Geltung und zu Chancen. Gueye (66. und 76.) verpasste aber zweimal aus aussichtsreicher Position den möglichen Ausgleich – schon bevor ihm in den Schlusssekunden die Nerven versagten und er den Elfmeter nicht zum Siegtreffer verwandeln konnte.